Westerland in alten Ansichten

Westerland in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Manfred Wedemeyer
Gemeente
:   Westerland
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0830-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Westerland in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Im Jahr 1859 war der Journalist Julius Rodenberg einer der 470 Badegäste in Westerland. Er notierte in sein Tagebuch: 'Das Nordseebad Westerland besteht jetzt drei Jahre. Es will mir nicht einleuchten, warum man erst vor drei Jahren auf den Gedanken kam, hier zu baden. Der Strand an der ganzen Küste hinauf ist vortrefflich.' In seinem mit leichter Feder geschriebenen Reisebericht 'Stilleben auf Sylt' (3. Auflage 1876, Nachdruck 1972) rühmte Rodenberg das Nordseebad und entwarf ein farbiges Bild des Badelebens in den Anfangsjahren des aufstrebenden Kurorts.

Die Geburtsstunde des Nordseebads Westerland ist unterschiedlich benannt. Schon 1842 badete hier der dänische König Christian VIII. Er kam jedoch nicht als Badegast auf die Insel, sein Interesse galt vielmehr der Entenjagd. Eine größere Zahl von Badegästen war erstmals 1854 festzustellen. Die erste Badekarre, eine Voraussetzung für den damaligen Badebetrieb, stellte 1855 der Landvogt von Levetzau auf. Das erste Haus zur Bewirtung von Badegästen, die Dünenhalle, ist 1858 errichtet worden.

Der Name Westerland taucht zuerst 1462 in einem schriftlichen Dokument auf, nachdem die Bewohner des Dorfes Eidum im Jahr 1436, von Sturmflut und Flugsand endgültig vertrieben, eine neue Wohnstätte auf dem bis dahin kaum besiedelten 'Weester1ön' (inselfriesischer Name für Wester1and), nordöstlich von Eid um gelegen, begründet hatten. Da die Westerländer Siedler weiterhin Sturmfluten und aus Strand und Dünen ostwärts treibenden Sand befürchten mußten, errichteten sie ihre neuen Häuser in weitem Abstand vom Meer. Erst als der Fremdenverkehr in Westerland ab 1854 einsetzte, entschloß man sich, die frühere Abneigung gegen den Hausbau in unmittelbarer Nähe der Nordseeküste aufzugeben und das Gebiet zwischen dem Westerländer Dorfkern und dem westlichen Dünengürtel zu bebauen.

In Neu-Westerland entstanden zahlreiche Hotel- und Pensionsbauten, Logierhäuser genannt, im letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts, als der Ort ein Mode- und Vergnügungsbad der wilhelminischen Zeit war. Damals war das Strandbild bestimmt vom

Herrenbad im Norden, vom Damenbad im Süden und von der hölzernen Wandelbahn, die etwa 1880 erbaut und Vorläufer der heutigen Kurpromenade ist. Aus Holz bestanden auch die Strand- oder Restaurationshallen der führenden Hotels, ebenso der Musikpavillon. Zwei Steinbauten entstanden schon vor 1904 auf den Dünen, Villa Breitenfeld sowie das Haus Miramar, vor dem nach der Sturmflut von 1909 die erste Strandmauer errichtet worden ist. Die Zahl der Einwohner und Häuser des Badeorts war bis 1905 so weit gestiegen, daß Westerland die Stadtrechte erhielt. Nachdem Strandhallen, Musikpavillon und andere Strandbauten von Feuer und Sturmflut im Jahr 1911 zerstört waren, sind im folgenden Jahr neue Gebäude und Anlagen geschaffen worden, die jahrzehntelang das Gesicht des Badeorts geprägt haben. Den Charakter eines Weltbads verlor Westerland zwar nach dern ersten Weltkrieg, aber in den zwanziger und dreißiger Jahren entwickelte es sich mehr zum Kur- und Heilbad. Zum weiteren Anwachsen des Fremdenverkehrs in Westerland trug der bereits 1856 vom Sylter

Chronisten C.P. Hansen und 1876 vom Geologen L. Meyn vorgeschlagene Eisenbahndamm bei, den am 1. Juni 1927 der Reichspräsident Hindenburg einweihte. Aber erst in den fünfziger Jahren lebte die Bautätigkeit in der Stadt wieder erneut auf, zum Teil verursacht von einem Boom der Zweitwohnungen. Die Entwicklung Westerlands von einem kleinen Friesendorf, in dem man ein beschauliches 'Stilleben' führen konnte, zu einem der bekanntesten Nordseebäder, das in jedem Jahr Hunderttausende besuchen, spiegelt die vorliegende Auswahl alter Ansichten und Bildpostkarten. Sie umfaßt insbesondere die Jahre 1880 bis 1930 und stellt eine Chronik kleiner und großer Ereignisse aus der 'guten, alten Zeit' dar. Vielen Freunden Westerlands, sowohl Gästen als auch Einheimischen, möge das Betrachten und Wiedersehen der Stätten der Vergangenheit des Badeorts in diesem Bildband alte Erinnerungen wecken und viel Freude bereiten.

1. Zu den ersten Einrichtungen des Westerländer Bades, das e.p. Hansen um 1859 zeichnete, gehören bewegliche Badehäuschen oder Badekarren sowie hölzerne Übergänge über die Dünen. Die Zahl der Badegäste betrug 1854 und 1855 jeweils etwa 100, 1859 waren es schon 470. Auf dieser Darstellung des Badestrands sind 19 Kurgäste zu sehen. Heute kommen mehr als 100.000 Gäste injeder Saison nach Westerland.

2. In den Anfangsjahren des Badewesens hat der Westerländer C.P. Hansen (1803-1879), im Dorfteil Südhedig geboren, zahlreiche Zeichnungen angefertigt. Diese Lithographie um 1865 zeigt das alte Friesendorf mit Strohdächern, Kirche und Windmühle. Das Gebiet zwischen dem Dorfkem und den Dünen ist zu dieser Zeit noch fast unbebaut.

3. Wulf Manne Decker ist zusammen mit 8 anderen Westerländern der Begründer und erste Kurdirektor des Bades Westerland. Erbauer und Eigentümer der ersten Badeanlagen waren die Badeaktionäre oder Badeinteressenten. Sie veräußerten 1872 ihr Bad an den Besitzer des Hotels Royal, F.A. Hauberhauffe. 1884 kaufte Dr. J. Pollacsek das Bad. Erst 1893 ging es in den Besitz der Gemeinde über.

4. Zum Wohlbefinden der Badegäste wurde als erstes Hotel die Dünenhalle, später Hotel Union genannt, zwischen Süder- und Norderhedig, weit entfernt vom Dünengürtel 1858 gebaut. C.P. Hansen nannte sie die 'ganz respektable Badewirtschaft'. P.K. Steffensen aus Kappeln war der erste Wirt. Ein Teil des veränderten Gebäudes steht heute noch an der Deckerstrasse .

5. Das erste in Neu-Westerland gebaute Haus war das Strandhotel. Es wurde 1859 an der heutigen Kreuzung Friedrich- und Maybachstrasse eröffnet, wo jetzt das Kaufhaus H.B. Jensen steht. 1890 ist das Strandhotel abgebrannt.

6. Gustav Ross (1818-1861), Arzt aus Altona, hat große Verdienste in der Werbung um das junge Bad Westerland. 1857 hielt er eine vielbeachtete Rede zur Grundsteinlegung der Dünenhalle. Der Name einer Strasse ist seinem Andenken gewidrnet.

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7. Ein beliebtes Restaurant im letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts war dieser achteckige Holzbau von 1860, bekannt unter den Namen Erholung und Trichter. Er stand an der mittleren Dünentreppe, 'wo die Badegäste vor oder nach dem Wellenbade ihren Mokka einzunehmen pflegten' (Adelbert Baudissin, 1865).

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8. Im Jahr 1870 gab es in Westerland neben einigen anderen Hotels auch die WestendHalle. Dieses Gebäude steht heute in der Friedrichstrasse NI. 15. Allerdings ist es völlig verändert.

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