Wickrath in alten Ansichten

Wickrath in alten Ansichten

Auteur
:   Heimat- und Verkehrsverein Wickrath
Gemeente
:   Wickrath
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1833-0
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wickrath in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Das Gebiet von Wickrath war früher von Franken bewohnt. Vom 10. Jahrhundert an wurden unter dem Druck der Normannen aus zahlreichen fränkischen Adelshöfen wehrhafte Burgen. Wickrath wird in dieser Zeit entstanden sein. Der Name taucht jedoch urkundlich erstmals im Jahre 1064 auf. Damals gehörte ein Graf Gerlach von Wickrath zur engsten Umgebung des Erzbischofs Anno Il. von Köln. Um diese Zeit jedenfalls begann deren Herrschaft in Wickrath. Einer ihrer Nachkommen ließ 1200 bis 1205 die romanische Basilika bauen. 1309 starb das Geschlecht der Hochstaden aus. Wickrath fiel an die Grafen von Geldern, die verschiedene ihrer Vasallen damit belehnten, die bedeutendsten waren die Herren von Broichhausen. Nach dem Aussterben des Geschlechtes Broichhausen herrschte Unklarheit über seine Nachfolger. Genannt wird Evert, Vogt zu Bell (1474-1482). Erzherzog Maximilian, der spätere Kaiser, brachte 1482 Schloß und Freiheit Wickrath mit bewaffneter Hand an sich. Der 'Geldrische Graf', der ihm in den niederländischen Unruhen 'viel Schaden und Ungemach' bereitet hatte, wurde abgesetzt. Maxirnilian überlieferte Burg und Ort seinem Freund und Berater Heinrich von Hompesch. Die förmliche Belehnung er-

folgte durch Friedrich III. im Jahr 1488 mit der ausdrücklichen Maßgabe, daß Wickrath nur unmittelbar vom Kaiser und seinen Nachfolgern zum Lehen übertragen werden kann. Durch die Verleihung von Zollund Marktrechten im Lehnbrief entwickelte sich in dem kleinen Ort ein reges Leben. Der Markt belebte den Handel. Es wurden landwirtschaftliche Produkte und Leinen umgesetzt. 1491 gründete die Gattin des Heinrich von Hompesch ein Kreuzherrenkloster, durch dessen Lateinschule Wickrath weit über seine Grenzen hinaus bekannt wurde. Nach dem Tode des Heinrich von Hompesch ging das Erbe an seine Stiefsöhne, die Grafen von Quadt. Diese traten gegen Mitte des 16. Jahrhunderts zum evangelischen Glauben über. Die kleine Barockkirche in Wickrathberg, deren Ursprung nach neuesten Funden in das 10. Jahrhundert zurückgeht, wurde evangelisch, das Kloster mit der romanischen Kirche blieb im Besitz der Kreuzherren.

Durch einen Brand im Jahre 1746 wurde die Burg Wickrath größtenteils zerstört. So war der Graf gezwungen, den restlichen Teil der Burg abreißen zu lassen und sich einen neuen Wohnsitz zu errichten. Graf Wilhelm Otto Friedrich von Quadt ließ das

Schloß Wickrath von 1746 bis 1772 erbauen. Der gesamte Bau stand auf eichenen Pfählen. Das Material zum Schloßbau war Liedberger Sandstein. Die Baukosten sollen sich auf fast eine Million Gulden belaufen haben. Man nimmt an, daß Schloß Wickrath von Johann Josef Couven und seinem Sohn Jakob entworfen worden ist.

Im Jahre 1794 mußten die Quadts vor den einrückenden Franzosen über den Rhein fliehen. Im Schloß wurde ein kaiserlich-französisches Hengstdepot eingerichtet und das Kreuzherrenkloster säkularisiert. 180 I erfolgt die Einverleibung des linken Rheinlandes in die französische Republik. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig zogen die Franzosen 1813 ab, Wickrath kam zu Preußen. Nun wurde das Schloß zu einer Kavalleriekaserne umgebaut und eingerichtet. Häufig auftretende Fieberkrankheiten veranlaßten die Militärbehörde, die Garnison 1834 aufzuheben.

Während die Vorburg 1839 das königliche Landgestüt von Engers aufnahm, wurde das Barockschloß, das zu den schönsten des Niederrheins zählte, 1859, vollkommen verwahrlost und angeblich baufällig, für ein paar tausend Gulden zum Abbruch verkauft. Das Landgestüt blieb noch bis zu seiner Verlegung nach

Warendorf im Jahr 1955 in der Vorburg.

Von Mitte des 19. Jahrhunderts an wurde das Gesicht Wickraths von der industriellen Entwicklung geprägt. Der Zweite Weltkrieg brachte erhebliche Zerstörungen. Nahezu die gesamte Ortsmitte und mit ihr das älteste Bauwerk der Gemeinde, die 700 Jahre alte Kirche, fielen den Bomben zum Opfer.

Nach den schweren Zerstörungen, die der Zweite Weltkrieg in Wickrath hinterlassen hatte, war der Wiederaufbau sehr schwierig. Der Marktplatz wurde gestaltet, neue Betriebe siedelten sich an. Auch das Schloß erfüllt heute eine vielfältige Funktion. Es wurde 1967 von der damaligen Gemeinde Wickrath vom Land Nordrhein-Westfalen gekauft. Es beherbergt neben einem Reiterzentrum, die freiwillige Feuerwehr, einen Altenklub, Stadtbibliothek und ein vogelkundliches Museum. Schloßpark, die Alleen und der anschließende Freizeitpark sind heute vielbesuchtes Erholungsgebiet.

Wir danken allen, die uns Bilder zur Verfügung gestellt haben.

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OTTO

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1. Nachdem das alte Schloß in Wickrath durch eine Feuersbrunst größtenteils zerstört worden war, ließ Reichsgraf Wilhelm Otto Friedrich von Quadt 1746 bis 1772 ein Barockschloß errichten. Der Hauptbau (den wir hier im Bild sehen) hatte fünf Gänge, zwei Galerien und 53 Zimmer. Über der Freitreppe waren im ersten und zweiten Stock Balkone angebracht mit schmiedeeisernem, kunstvollem Geländer. Das Schloß wurde im Jahre 1859 wegen angeblicher Baufàlligkeit abgerissen. Vergebens hatte sich die Bevölkerung für die Erhaltung des Schlosses eingesetzt.

2. Die Eiche im Mittelpunkt des Bildes wurde zu Ehren des Kaisers Wilhelm Il, gepflanzt. Sie steht heute noch. Links die ehemalige Kirche mit Kirchstraße, rechts das Rathaus, heute Bezirksverwaltungsstelle. Hinter der Eiche das Haus der Familie Menningen. Dieses Haus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Anschließend daran das Bauerngehöft von Berta Herx.

3. Das Bild zeigt einen Bliek in die ehemalige Kirchstraße auf die Antoniuskirche. Der rnächtige Turm wurde unter dem baulustigen Matthias Neesen 1703 erbaut. Er ist in Backstein ausgeführt und zeigt die Eckverklammerung. Der Turm ist gekrönt durch eine geschweifte, barocke, geschieferte Haube. Links in der Gasse wohnten die Familien Schnitzler, Schöpgens und Gerhard Schrey. Rechts ist das Haus von Berta Herx.

4. Das Bild zeigt das 'kleene Brö ckske'. Diese Brücke führte von der Odenkirchener Straße auf die Alleebiegung in Höhe des Hauses Kamper. In dem Fachwerkhaus wohnte die Familie Sackerrnann, die eine Färberei betrieb. Der Giebel vor dem Kirchturm gehörte zum Haus des Schreinermeisters Elsenbroich.

5. Katholische Pfarrkirche Wickrath mit Kaplanei. Links der Giebel der ehemaligen Gemeindekasse Wickrath, Bis um 1900 war in diesem Gebäude die evangelische Schule untergebracht. Auch dieses Haus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

6. Ansicht von der Wickrathhahner Straße. Der Fotograf stand nach heutiger Situation Ecke Wickrathhahner StraßejDr.-Carl-Goerdeler-Straße. Man erkennt vor der Kirche den alten katholischen Friedhof, dahinter das Kreuzherrenkloster. An der Südseite der Pfarrkirche (rechts im Bild) erhob sich bis in die ftinfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts ein ruinenhaftes Kastell derer von Floh, woher sich die Bezeichnung 'in der Flohhött' bis heute erhalten hat. Das Gelände im Vordergrund wurde vom Mortersmiihlenbach durchflossen und war versumpft.

7. In dem Bürgermeisteramt, das Haus mit der Uhr und der Telegrafeneinrichtung auf dem Dach, war die Verwaltung der selbständigen Gemeinde Wickrath seit 1815 untergebracht. Den vorgebauten Treppenaufgang nannte man 'Dörpel'. Durch den Torbogen des ehemaligen Kreuzherrenklosters sieht man die Jutefabrik von Carl Rente. Rechts neben dem Rathaus das Haus von Gerhard Engels. Seit dem Ersten Weltkrieg wohnte dort seine Tochter, Baronin von Dieherrn.

8. Die Postkarte zeigt links die Ecke der Metzgerei von Gabriel Kieven. Man schaut auf das Haus der Familie Johann Froitzheim. Dieser hatte seinerzeit die Kirche ausgemalt. Rechts die Ecke des 'Wolkenkratzers'.

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