Wickrath in alten Ansichten

Wickrath in alten Ansichten

Auteur
:   Heimat- und Verkehrsverein Wickrath
Gemeente
:   Wickrath
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1833-0
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Wickrath in alten Ansichten'

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99. Zu den ältesten Höfen in Buchholz gehört der 'Kastanienhof der seit 1905 im Besitz der Familie Kiggen ist. Dieses von alten Kastanien umstandene Gehöft am Ortsanfang von Buchholz ist über 300 Jahre alt, wie alte Inschriften mit unterschiedlichen Erbauungsdaten in Scheune und Stallungen ausweisen, Das Wohnhaus wurde 1803 als Fachwerkbau neu errichtet.

100. Hier hat sich um einen Bienenstock der Bienenzüchterverein versammelt. Die Imker waren sehr stolz auf ihre Erfolge als Bienenzüchter, sie wußten, wo es die beste Tracht für ihre Bienen gab. Leider gibt es heute nur noch einige wenige Imker.

101. Die Wiekrather waren schon immer für Geselligkeit und besuchten gern die zahlreichen Gaststätten. Eine gern aufgesuchte Wirtschaft war die 'Restauration zur Erholung' von Peter Niepmann auf der Rheindahlener Straße. Vor allem die Arbeiter der Textilbetriebe in Wickrath waren Stammgäste und feierten hier ihre Feste.

102. Am Markt, Ecke Odenkirchener Straße (heute Hochstadenstraße), befand sich die Gastwirtschaft Sänger. Wegen des grottenartigen Ausbaues der Räumlichkeiten auch 'Sängers Grottenhalle' genannt. In den zwanziger Jahren wurde hier von der Familie Deußen das erste Kino eingerichtet. Es wurden noch Stummfilme gezeigt. Die musikalische Untermalung der Handlungen erfolgte auf einem mehr oder weniger verstimmten Klavier.

103. An der Ecke Trompeterallee(Hochstadenstraße war das Gartenlokal von Franz Klersy, Es war ein sehr beliebtes Haus des Wickrather Bürgertums. Bereits nachmittags um 5 Uhr trafen sich hier die Wiekrather Geschäftsleute zu einem Umtrunk. Es wurde Billard gespielt. In den Sommermonaten traf man sich mit der Familie in dem mit herrlichen alten Kastanien bestandenen Garten zum Kaffeetrinken. Die Gaststätte wurde 1945 durch Bomben zerstört.

104. Im oberen Teil der Quadtstraße (heute ist hier die Volksbank) stand das Haus der Familie Boss. Der älteste Sohn hatte die Bäckerei übernommen, während der Sohn Carl, nach erfolgreichen Lehrund Wanderjahren als Hotel- und Schiffskoch, eine Gastwirtschaft eingerichtet hatte. Carl Boss war zeitweilig Kreistagsabgeordneter. Durch seine Popularität nahm die Gaststätte in Wickrath schon bald eine Sonderstellung ein. Wegen seines politischen Engagements in der damaligen Zentrumspartei kam die Bezeichnung 'Vatikan' für das Lokal auf. Hier verkehrten die Bürger aller Stände, die Vertreter der politischen Parteien, aber auch die Handballer des Turnvereins. Das wegen der geringen Geschoßhöhe später 'Café Duckdich' genannte Lokal blieb auch in der Nazizeit besonderer Treffpunkt. Es bot bei Gefahr besonders günstige Fluchtmöglichkeiten.

105. In Wickrathberg feierte man 1910 den Geburtstag von Kaiser Wilhelm Il. Der Festzug hat sich im Oberdorf vor der Gartenwirtschaft Peltzer aufgestellt. Die Wickrathberger waren immer sehr national eingestellt. Der Verein 'Genügsamkeit', der die Geselligkeit pflegte, tagte in dieser Gaststätte. Der Altkanzier von Bismarck war übrigens Ehrenmitglied im Verein 'Genügsamkeit'.

106. Zwei Bürgermeister, die sich um die wirtschaftliche Entwicklung der früheren Gemeinde Wickrath besenders verdient gemacht haben, waren die Bürgermeister Wilhelm Kloeters und Carl Dißmann. Wilhelm Kloeters, geboren am 3. Dezember 1851 zu Waat, wurde 1884 Bürgermeister von Wickrath. Im Februar 1909 feierte er unter Anteilnahme der gesamte Bevölkerung sein 25. Amtsjubliäum. Er war sehr beliebt und hat insbesondere viel für den Ausbau der Volksschulen getan. Sein Nachfolger wurde 1919 Carl Dißmann (rechts im Bild). Dißmann ließ 1925 als Notstandsarbeiten die Badeanstalt an der Karotte bauen. Er war ein sehr strenger, pflichtbewußter Beamter, der von seinen Untergebenen im Rathaus gefürchtet war. Nach Einführung des neuen Kommunalrechts war er noch zwei Jahre Gemeindedirektor bis 1950.

107. Bertram Otto Wilhelm Friedrich Waldemar, Fürst zu Quadt-Wykradt-Isny, besuchte 1889 Wickrath. Seine Vorfahren hatten 1794 vor den herannahenden Franzosen über den Rhein flüchten müssen. 1801 wurde Wickrath in die französische Republik einverleibt. Durch den Reichsdeputationshauptschuß vom 2S. Februar 1803 erhielten die Grafen Quadt-Wykradt für den Verlust der Herrschaft Wickrath und Schwanenberg die Reichsabtei St. Georg und die Reichsstadt Isny, die zu einer Reichsgrafschaft vereinigt wurden.

108. Vieles hat sich im Schloßpark verändert. Im Schloßinnenhof sprudelt noch kein Brunnen, sondern wir sehen hier einen Reitplatz. Die Gräben um das Schloß haben kein Wasser, sie sind verschilft und zugewachsen. Der so schöne Schloßweiher mit der Fontäne ist auch noch nicht vorhanden; der alte Weiher ist versumpft und mit Strauchwerk verwuchert. Auch der Reitplatz (links im Bild) ist noch nicht angelegt. Oben links liegt die Gärtnerei Huth, heute befindet sich dort die Autobahn.

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