Wickrath in alten Ansichten

Wickrath in alten Ansichten

Auteur
:   Heimat- und Verkehrsverein Wickrath
Gemeente
:   Wickrath
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1833-0
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wickrath in alten Ansichten'

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19. Wollte eine Hausfrau am 1. Oktober 1923 einen Liter Milch kaufen, hatte sie dafür elf Millionen Mark zu zahlen. Acht Tage später aber kostete ein Liter Milch bereits 25 Millionen. Entsprechend verhielt es sich bei den Preisen anderer Lebensmittel. Die Fieberkurve der Geldentwertung stieg über Nacht so steil an, daß die Reichsbank nicht in der Lage war, genügend Geld in Umlauf zu bringen. Da griffen die Gemeinden und Städte zur Eigenhilfe. Sie druckten ihr eigenes Geld. So auch die Gemeinde Wickrath.

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20. Das Bild zeigt einen Bliek in die Poststraße zum Blumengeschäft Müller hin. Rechts die Häuser der Familien Winkels (später Flintz) und W. Kuhlen. Weiter rechts das Gebäude mit der Turmhaube und der Spitze war die alte Post. Links im Bild die Weberei Nacken, später Rees.

21. Das Kaiserliche Postarnt war in dem Gebäude Ecke Poststraße/Trompeterallee (später Bismarckallee und seit 1975 wieder Trompeterallee). Unterhalb des Turmes ist der preußische Adler zu sehen. Posthalter und Eigentümer des Gebäudes war bis 1918 Albert Kamphausen; er nannte sich Postmeister. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde von hier aus die Post mit einem gelben Karren zum Bahnhof gebracht und dort auch abgeholt.

22. TrompeteralJee mit ihren alten Stuckfassadenhäusern, die um die Jahrhundertwende entstanden und ein Zeichen des wohlhabenden Bürgertums darstellten. Zu Ehren des Reichskanzlers Fürst von Bismarck wurde die Straße Bismarckallee benannt. Nach der kommunalen Neugliederung erhielt die Straße wieder ihre alte Bezeichnung Trompeterallee. Der Ursprung dieses Namens ist nicht ganz geklärt. Sie hat wahrscheinlich ihren Namen von dem Trompeter, der am unteren Ende der Straße in einern Wachhäuschen wohnte und morgens, mittags und abends zum Dienst blies. Die Trompeterallee lag zwischen zwei Hügeln, die später zum Ziegeln abgeräumt wurden, sie trennten den Ort Wickrath von der Ortschaft Flieth.

23. Die Gemeinde Wickrath kaufte 1890 die Trompeterallee vom Fiskus (preußische Gestütsverwaltung) für 2447 Goldmark und ließ 126 Pappelbäume fällen, Die Allee war bis dahin eine unbefestigte Straße, die als Mittelachse vom Wiekrather Schloß bis zum Wiekrather Busch führte, 1896 wurde die Allee in ihrer jetzigen Gestalt ausgelegt. Auf dem Bild ist rechts Ernst Nacken, der Inhaber der Weberei Nacken (später Rees), zu sehen.

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24. Diese Postkarte zeigt im oberen Teil das frühere Hotel Abels. Der rechte Teil ist der älteste Teil des Gebäudes, in dem bis 1830 noch die Familie Hansen, später die Familie Brosch, eine Gastwirtschaft unterhielt. Die Familie Abels übernahm um 1865 die Gastwirtschaft und baute nach 1900 einen großen Saal. Der große Garten mit dem Pavillon war ein beliebtes Ausflugsziel. Im unteren Teil der Postkarte eine Ansicht des Schlosses mit der Vorburg. Die Überschrift 'Königliches Landgestüt' weist darauf hin, daß 1834 von Engers nach Wickrath ein Gestüt verlegt wurde, welches später große Bedeutung für Wickrath gewann.

25. Hotel Abels, welches 1978 zum Bedauern vieler Wiekrather abgebrochen wurde. Hier haben die Wiekrather Vereine ihre Feste gefeiert, Bekannt waren die Feste des Radvereins Moewe, aber auch die Veranstaltungen des Turn- und Spielvereins Wickrath, wie etwa Altweibet- und Klompenbal!. Im rechten Teil war die Gaststätte, links von der alten Haustüre befanden sich Gesellschaftsräume und der sogenannte kleine Saal. Weiter links der Trakt mit den vier Bogenfenstern war der große Saal. Im Obergeschoß befanden sich die Hotelzimmer. Mancher Reisende hat hier Quartier gefunden.

26. Ein altes Fachwerkhaus auf der Fliethstraße (heute Op de Fleet). Diese Straße ist eine der ältesten Straßen in Wickrath. In der damaligen Zeit waren fast alle Häuser in dieser Form gebaut. Nur die wenigsten Häuser hatten einen Keller; Toiletten in den Häusern gab es nicht. Es stand hinter dem Haus ein Abort, dessen Tür mit einem ausgeschnittenen Herzchen versehen war.

27. Die Ansicht wurde aus dem Haus der Familie Schürkamp in die Fliethstraße gemacht mit Blickrichtung zum Schloßpark. Am Ende des Gartens auf der rechten Seite ist heute die Schaltanlage der Bundespost untergebracht. links die Metzgerei Loobes, dahinter das Haus der Familie Knorr.

28. Die Odenkirchener Straße (heute Hochstadenstraße) war mit vielen kleinen Häusern bebaut. Entlang der Niers war das Ufer mit Eschen bepflanzt. Auf der rechten Seite sieht man die Lohmühle. Die Niers ist hier durch ein Wehr gestaut. In Wickrath gab es früher drei Mühlen, die Schloßmühle (später Lohmühle genannt), die ÖI- und die Papiermühle. Von den drei Mühlen ist heute lediglich noch die Lohmühle (Schloßmühle) vorhanden.

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