Wickrath in alten Ansichten

Wickrath in alten Ansichten

Auteur
:   Heimat- und Verkehrsverein Wickrath
Gemeente
:   Wickrath
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1833-0
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wickrath in alten Ansichten'

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29. Die Lohmühle (früher Schloßmühle) war ursprünglich Kornmühle, spater auch Ölmühle. 1363 wird sie erstmals erwähnt. Nachdem die Franzosen die Grafen Quadt von Wickrath vertrieben hatten, kaufte Jean Lenssen aus Rheydt die Mühle von der französischen Domänenverwaltung für 50 800 Francs. Im Jahre 1860 erwarb Zacharias Spier die Mühle, um für seine Gerberei Lohe mahlen zu können. Aus den Wäldern des Sauerlandes und der Eifel bezog man Eichen- und Fichtenrinde. Nach dem Mahlen zur Lohe gebrauchte man sie zur Grubengerbung des Leders.

30. Der Stein befindet sich an der Außenmauer der heutigen Lohmühle (früher Schloßmühle). Die Mühle gehörte einst den Grafen Quadt von Wickrath. Es herrschte der Mahlzwang. Alle Untertanen aus der ganze Herrschaft Wickrath mußten dort mahlen lassen, unter der Bedingung, daß 1/16 und nicht mehr 'gemoltert' werden durfte. Daher der Spruch auf dem Stein oben: 'cuique suum' und unten: '1/16 theil Einem,jedem das seine',

31. Bliek auf die alte Odenkirchener Straße (heute Hochstadenstraße). Links die Eschen an der Niers. Die Lohmühle ist zwischen den Bäumen zu erkennen. Rechts die Häuser liegen im Grund und waren immer hochwassergefährdet. Die Straße wurde später höher gelegt, deshalb muß man heute Stufen hinuntergehen, um in die Häuser zu gelangen. Ein Verbindungsweg zwischen dieser Straße und der Roßweide war die Gasse 'Irn Winkel' (heute 'An der Lohmühle').

32. In Wickrath gab es neben der Wiekrather Lederfabrik Spier noch zahlreiche kleinere Gerbereien. Auf dem Bild ist links die Gerberei Offermann zu sehen. Im Fachwerkhaus waren das Wohnhaus und die Betriebsräume. Das weiße Haus im Vordergrund wurde im Volksmund 'Villa Mäuschen' genannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat hier die Familie Schwuchov, die aus Pommers vertrieben wurde, eine neue Heimat gefunden.

33. Eine Ansicht auf die alte Gemeindegrenze zwischen Wickrath und Odenkirchen. In dem Haus hinter dem Auto wohnte die Familie Müller. Der Weg nach rechts geht zur Wilhelmshöhe. Auf der linken Seite stand seit dem 15. Jahrhundert die Wetscheweller Kapelle. Sie war zu Ehren des heiligen Pantaleon erbaut worden, dessen Statue sich auf dem Altar befand. 1825 wurde die stark verfallene und als Lagerraum benutzte Kapelle abgerissen und 1950 an dieser Stelle eine neue Kapelle errichtet.

34. An der Grenze zwischen Wickrath und Odenkirchen war einst eine Zollschranke, ein Schlagbaum, ein sogenannter Falder. Wickrath hatte nicht nur Stadt- und Marktrechte, sondern auch das Recht, Zölle und Wagengeld zu erheben. Auf der alten Odenkirchener Straße und in Wetschewell standen viele kleine Fachwerkhäuser, die vornehmlich von Gerbereiarbeitern und Webern (Heimwebern) bewohnt wurden. Die Leute waren damals sehr arm. Im Haus links wohnte die Familie Müller. Davor eine Gaslaterne, wie sie in Wickrath bis 1924 allgemein üblich waren.

35. Der alte Bauernhof der Familie Kempken an der Straße Op de Fleet stellt eine charakteristische Hofanlage dar, wie sie um 1700 am Niederrhein gebaut wurden. Wohnhaus und Stallungen sind durch eine Toreinfahrt, meist mit einem Bogen versehen, verbunden. Das Gehöft war so besser gegen Diebe und Räuber, aber auch gegen marodierende Soldaten geschützt. Der Hofwurde noch bis 1880 bewirtschaftet, danach diente das Haus für Wohnzwecke. Es wurde immer mehr verwohnt und war zuletzt in einem so schlechten Zustand, daß es abgebrochen werden sollte. Der Landeskonservator stellte es unter Denkmalschutz und ließ es renovieren.

36. Der Bachlauf der Niers bei Wetschewell ist unverändert geblieben. Der Steg, der über die Niers führt, ist heute durch eine feste Brücke ersetzt worden. Der links am Ufer der Niers entlang führende Wanderweg wurde von vielen Odenkirchenern benutzt, um sonntags zur Gaststätte Abels in Wickrath zu gehen. Dort waren im Garten Militärkonzerte, die gern besucht wurden. Das rechts im Bild zu sehende Bruchgelände war immer ein Vogelparadies. Es steht heute unter Landschaftsschutz.

37. An der Ecke Roßweide/Odenkirchener Straße stand der Hof, der bis 1925 von der Familie Diek bewohnt wurde. Die vor dem Haus nach links verlaufende Roßweide (die 'Roßewieh'), war früher eine Wiesen- und Sumpflandschaft. Vom Kauert kam damals noch sehr viel Wasser. Als 1920 die Straße gebaut wurde, hatten die Leute bei der Errichtung ihrer Wohnhäuser viele Schwierigkeiten mit dem Grundwasser. Zum Teil mußten die Häuser auf Pfählen errichtet werden. Wegen der Finanzierung dieser Häuser sprach man von den '4 Prozent-Häusern',

38. Mit dem Bau der Straße Roßweide war es möglich, der Freiwilligen Feuerwehr Wickrath ein neues Gerätehaus zu geben. Im Jahre 1927 konnte auf der Roßweide das Feuerwehrgeräte- und übungshaus mit einem großen Steigerturm eingeweiht werden. Aber erst 1934 erhielt die Wehr die erste Motorspritze und 1935 den ersten motorisierten Gerätewagen. Nachdem die Freiwillige Feuerwehr in der Vorburg des Schlosses ein neues Quartier gefunden hatte, wurde das Gebäude an den Kohlenhändler Hädicke verkauft, der dort zuerst einen Kohlenhandel betrieb, später das Haus zu einer Gaststätte umbaute.

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