Wickrath in alten Ansichten

Wickrath in alten Ansichten

Auteur
:   Heimat- und Verkehrsverein Wickrath
Gemeente
:   Wickrath
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1833-0
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wickrath in alten Ansichten'

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39. Die Rheydter Straße (heute Gelderner Straße) war einst eine ruhige Landstraße ohne viel Verkehr und Lärrn; lediglich die Straßenbahn bimmelte, um einen Radfahrer zu warnen. Die Aufnahme, die etwa 1929 entstanden ist, zeigt nur rechts eine erste Bebauung. Es waren die Lehrerwohnungen der Familien Joharm Plümäckers und Franz Otten. In Höhe der Straßenbahn geht nach links ein Feldweg ab. Dies ist die heutige Jahnstraße, die an den Tennisplätzen vorbei führt, Im Hintergrund ist der Bahndamm zu erkennen.

40. Diese alten Häuser an der Beekrather Straße haben auch nach dem Bombenangriff von 1945 noch gestanden. Mit der Gestaltung des Marktes und dem Neubau des Sparkassengebäudes mußten diese Häuser abgerissen werden. Hier war das Lebensmittelgeschäft von Grete Kuhlen, rechts das Schreibwarengeschäft Kieven, daran angeschlossen die Metzgerei Gabriel Kieven.

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41. Die Aufnahme zeigt einen Bliek vom Marktplatz in Richtung Straßenkreuzung Wickrathberger und Wickrathhahner Straße. Rechts das Restaurant 'Niederrheinischer Hof' war im Besitz der Familie Franzmann, die dort eine Brauerei betrieb. Das Haus ist während des Fliegerangriffes vom 6. Februar 1945 zerstört worden. Links sieht man das im typischen englischen Fabrikbaustil errichtete Gebäude der alten Gerberei der Lederfabrik Zacharias Spier. Dieses Gebäude und das Wohnhaus an der Ecke wurden 1976 abgerissen.

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42. Wickrath besaß an dem Flüßchen Niers vier kleinere Gerbereien. Eine davon, seit 1849 konzessioniert, gehörte Bernhard König. Der unternehmungslustige Zacharias Spier kaufte 1855 als Neunzehnjähriger die Gerberei Königs auf. Der Betrieb lag an der Kreuzung der Beekrather und Wickrathberger Straße, hinter dem Wohnhaus war der Hofraum mit den Gruben. Die Niers lieferte damals noch gutes, sauberes Wasser, eine wichtige Voraussetzung für die Lederherstellung. Zacharias Spier stand anfangs mit einem Arbeiter allein an der Bütt und gerbte Roßhäute. Dabei besaß er bereits einen stattlichen Betrieb von 5 000 Quadratmetern, eine Lohkammer, Auswaschräume und Gruben.

43. Im Jahre 1907 errichteten drei Fabrikanten an der Beekrather Straße einen Textilbetrieb mit Spinnerei, Weberei, Färberei und Ausrüstung und nannten ihn Goertz, Kempken und Pongs. Sie fertigten Sealskin, eine Pelzimitation, die aus verschiedensten Haaren versponnen und verwebt wurde. 1929 kaufte der Fabrikant A. Holtz aus Mönchengladbach-Neuwerk die Fabrik auf und führte sie unter dem Namen Goertz, Clay & Co. weiter. Sie hat bis 1961 bestanden.

44. Neben zahlreichen Wassermühlen gab es in Wiekrath auch eine Windmühle. Sie stand am Klingelsberg, an der Stelle, wo sich heute der alte Friedhof befindet. Es ist nicht bekannt, wann die Windmühle errichtet wurde. In einer Aufstellung der Güter, die aus dem Do minalbesitz (13. November 1816) stammt, finden wir: Eine Windmûhle zu Wiekrath, dem éleeteur Palatin gehörig, verkauft am 5.12.1803 zu Aaehen für 17000 frcs. Letzter Windmüller war EmU Quack. Die Mühle wurde 1911 durch Deutzer Pioniere gesprengt. Auf dem Bild soll Willibald Rente als junger Mann zu erkennen sein.

45. Eine gute Stube um die Jahrhundertwende. Die Aufnahme zeigt das Wohnzimmer der Familie Peltzer, die auf der Poststraße wohnte und eine Fotopapierfabrik betrieb, Von Herrn Peltzer stammen aus der ersten Zeit der Fotografie sehr viele Aufnahmen über Wickrath. Man mußte damals sehr viel Geduld und Zeit haben, um schöne Aufnahmen zu machen. Insbesondere Innenaufnahmen waren schwierig. Außer dem Klavier sind die schönen Möbel und die wuchtige Lampe bernerkenswert,

46. Eine Familie Esser hatte auf der Halbinsel am Schloßpark ein Restaurationsbetrieb. Der Flutgraben mit den ihn umgebenen Alleen war ein viel besuchtes Ausf1ugsziel. Außer Kahnfahren bestand die Möglichkeit, eine Badeanstalt zu besuchen. Die Badeanstalt hatte eine Wasserf1äche von 15 x 15 Metern. Sie war durch Holzplanken von der übrigen Wasserf1äche getrennt und verfügte über einen Holzboden. Bis nach dem Ersten Weltkrieg wurde diese Badeanstalt benutzt.

47. Im Mai 1925 wurde das Wiekrather Freibad an der Karotte der Öffentlichkeit übergeben. Die Baukosten betrugen 40 000 Reichsmark. Davon hatten die Wiekrather Bürger 20 000 Reichsmark in Eigenleistung aufgebracht. Das Bad wurde aus dem sauberen Quellwasser der Karotte gespeist. Das Becken war 50 x 20 Meter lang und am Springturm 3,80 Meter tief. Viele Wiekrather haben hier das Schwimmen gelernt; unvergessen ist der Schwimmeister Aloys Holzweiler. 1972 wurde das Freibad geschlossen, am 5. Mai 1973 fand die Einweihung des neuen Hallen- und Freibades statt.

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48. Der Kirchenvorstand beschloß 1906 den Bau eines Hauses zum Zwecke der ambulanten Krankenpflege und der Pflege altersschwacher und kranker Personen sowie zur Leitung einer Kleinkinderverwahrschule und einer Haushaltungs- und Hausarbeitsschule jUr Fabrikarbeiterinnen. Ordensschwester der Cellitinnen zur kl. Maria aus Köln kamen nach Wickrath. 1907 erteilte die Regierung in Düsseldorf die Erlaubnis, das Haus auch zu Krankenhauszwecken zu benutzen. 1926 wurde gegenüber ein neues Altersheim sowie ein Kindergarten gebaut. Dieses Haus wurde nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen. Das bisherige Krankenhaus wurde nun Altersheim.

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