Wickrath in alten Ansichten

Wickrath in alten Ansichten

Auteur
:   Heimat- und Verkehrsverein Wickrath
Gemeente
:   Wickrath
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1833-0
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wickrath in alten Ansichten'

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79. Eines der bekanntesten Originale war 'Butter Wirtz'. Den Spitznamen hatte er von seinem Vater geerbt, da seine Vorfahren mit einem Handwagen Butter herumfuhren und an die Leute verkauften, Der dargestellte 'Butter Wirtz' war sein Leben lang Gemeindediener. Der Schlüssel vom 'Kaschöttchen' (Gefängniszelle) und seine Handglocke zum Verkünden von amtlichen Mitteilungen waren die Insignien seines Amtes. 1927 wurde er mit 85 Jahren noch Schützenkönig von Wickrath. Mit Stolz trägt er das alte Königssilber der ehemaligen Wiekrather Bruderschaft.

80. Urkundlich wird die Schützenbruderschaft in Wickrath schon 1418 erwähnt. Damit die Schützen im Waffengebrauch 'kundig' blieben, fanden sie sich zu dem 'Freischießen' zusammen, welches sich in dem 'Vogelschießen' von heute erhalten hat. Die 'Schießbahn binnen der Freiheit Wickrath' wird 1532 erwähnt, Sie befand sich an der Poststraße, an der Stelle, wo heute die Textilfabrik Rees steht. Das Bild zeigt eine Parade auf der heutigen Hochstadenstraße. Schützenkönig mit dem prächtigen Königssilber ist Wilhelm Wolf, der von seiner Tochter begleitet wird, Es präsentieren der 'Spieß' Heinrich Siebel und der Offizier der Sappeure Coenen.

81. Während der französischen Besatzungszeit von 1918-1923 waren diese französischen Offiziere in Wickrath einquartiert. Von links nach rechts: Leutnant Gornrni, Name unbekannt, Leutnant Jolie und Leutnant Eloy. Die Aufnahme entstand im Garten der Familie Albert Peltzer, Poststraße 28. Wie viele Wiekrather Familien mußte auch die Familie Peltzer Räume der Besatzungstruppe zur Verfügung stellen. Als Kuriosum ergab sich dabei, daß die Familie Pe1tzer ihre Küche täglich nur von 10 bis 12 Uhr benutzen durfte.

82. Auf dem Buscherhof am Wasserturm (zwischen Wickrath und Beckrath) gab es viele Jahre eine Schafherde. Auf dem Bild ist der langjährige Schäfer Peter Mülfarth (genannt 'Schipper-Pitter'<Schäfer Peter) zu sehen, Die Schafzucht war früher am Niederrhein sehr verbreitet. Heute ist sie durch die Verringerung des Weidelandes stark zurückgegangen. Der Buscherhof wird urkundlich im 15. Jahrhundert erwähnt. In einer Aufstellung der Güter, die aus dem Dominalbesitz (l811 und 1917) stammt, ist zu lesen: Der Busoherhof zu Beekrath mit 80 Morgen Land und 2 3/4 Morgen Wiese, verkauft am 12.1.1813 jUr 31000 frcs. an Jakob Busch zu Wiekrathberg. Heute wohnt dort die Familie Kamerichs.

83. Das Bild zeigt ein zweispänniges Pflügen mit Kaltblutpferden aus der Schimmelzucht von Engels. Der Pflug war ein einschariger Kipp-Pflug, der zwei- oder dreispännig gezogen wurde. Die Anspannung nannte man Kummet oder Hamen, sie wurde dem Pferd über den Kopf gestreift.

84. Diese Aufnahme aus dem Jahre 1920 zeigt das Ernten von Roggen mit dem Mähdrescher, der von drei Pferden gezogen wird. Die Garben wurden bereits maschinell mit Sisal gebunden, dann zu Hocken zusammengestellt. Acht bis zwölf gebundene Garben ergaben eine Hocke. Im Hintergrund ist die Eisenbahnlinie Rheydt-Wickrath zu sehen. Heute ist an dieser Stelle der Sportplatz.

85. Wir sehen hier (Aufnahme von 1926) das Dreschen mit einer Dampfdreschmaschine und einer Drahtstrohballenpresse. Für diese Arbeit waren bis zu 15 Personen erforderlich. Außer dem Maschinisten stand ein Mann zum Absacken am Dreschkasten. Zum Anreichen und Einführen der Garben waren drei bis vier Personen nötig. An der Drahtpresse standen zwei Personen und zum Strohstapeln waren ebenfalls zwei Leute erforderlich. Auf dem Felde waren dann noch drei bis vier Leute mit dem Laden der Karren tätig, Auf diesern Felde hat früher die Ringofenziegelei gestanden, heute steht dort die Malzfabrik Kuhlen.

86. Jahrzehntelang kamen flämische Ziegeleiarbeiter mit ihren Frauen und Kindern nach Wickrath, um am Ringofen der Firma Gebr. Kuhlen zu arbeiten. Sie blieben eine Saison (Sommerhalbjahr). Der Lehm wurde in Loren aus der Grube herangefahren, dann in den Mischmühlen, die von Pferden angetrieben wurden, mit Sand vermischt. Anschließend wurde das Gemisch aus Lehm und Sand in Formen zu Ziegeln gepreßt und auf Brettern zum Lufttrocknen aufgestellt. Dann kamen die Ziegel zum Brennen in den Ringofen. Wie man auf dem Bild sehen kann, wurden damals auch Kinder mit dieser schweren Arbeit beschäftigt (1907).

87. Wiekrather Gestütswärter beim Furagieren auf dem Innenhof des Schlosses, Der Mann mit der Kappe ist der Gestütsdirektor Baron von Engel. Nachdem die Franzosen 1794 Wickrath besetzt hatten und der Graf Quadt zu Wickrath geflüchtet war, richtete die französische Präfektur 1803 ein kaiserliches Hengstdepot ein, welches bis 1813 bestand. 1839 wurde dann von den Preußen das königliche Landgestüt von Engers nach Wickrath verlegt. In den Jahren von 1912 bis 1914 erreichte das Gestüt mit 210 Hengsten die Höchstzahl. 1955 wurde das Wiekrather .mit dem Warendorfer Gestüt zusammengelegt.

88. Der Düsseldorfer Tiermaler Rocholl malt den Spitzenhengst des Landgestüts Wickrath. Links neben ihm steht der Gestütsdirektor Baron von Engel. Das Pferd wird vorgestellt durch Gestütswärter Reinhard. Im Hintergrund ist der Nassauer Stall zu sehen. Er wurde so genannt, weil nach dem Kriege von 1866 die Hengste aus Nassau hier Aufnahme fanden.

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