Wuppertal in alten Ansichten Band 2

Wuppertal in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Kurt Schnöring
Gemeente
:   Wuppertal
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5479-6
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wuppertal in alten Ansichten Band 2'

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Nr. 49. Ell1erleld.

Gesamtllnsjtbt, vom Bril! ~esebel1.

19. Das Panorama von Elberfeld, vom Brill aus gesehen. Im Vordergrund eine Reihe von Villen im Briller Viertel, dem exklusiven Wohnquartier der wohlhabenden Fabrikanten und Kaufleute. Auf der gegenüberliegenden Anhöhe erhebt sich die Nordstadt, das um die lahrhundertwende entstandene Arbeiterviertel. Von den Elberfeldem kurz 'Ölberg' genannt, weil noch bis um 1910 nach Einbruch der Dunkelheit in den Wohnungen der Mietskasernen Petroleumlampen brannten. Zu dieser Zeit waren das 'bessere' Briller Viertel und weitere Stadtbezirke schon an die Stromversorgung angeschlossen. Die Briller Straße war die Scheidelinie zwischen dem Brill und dem 'Ölberg'.

20. Bliek vom Dach des Hauptbahnhofs am Döppersberg auf die Elberfelder City im Jahre 1926. Rechts im Bild das repräsentative Gebäude des damals führenden Hotels Kaiserhof mit 104 Betten. In der Mitte die Schwebebahn - der 'neue' Schwebebahnhof ist nicht zu erkennen - und dahinter der Altenmarkt (heute Alte Freiheit) mit der pulsierenden Poststraße. Überragt wird die Innenstadt von dem hohen Turm des Rathauses am Neumarkt. Dahinter der schlanke Turm der 1895 vollendeten katholischen Herz-Jesu-Kirche. Links das älteste EIberfelder Gotteshaus, die retormierte Kirche (erbaut 1688-1690) mit der barocken Turmhaube. Ein architektonisches Juwel.

21. Der Brausenwerther Platz mit dem 1893 aufgestellten Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. und dem imposanten Bau des traditionsreichen Hotels Weidenhof. Das Haus war der gesellige Mittelpunkt renommierter Vereinigungen. So trafen sich hier regelmäßig die Poeten aus beiden Wupperstädten, die sich im Deutschen Schriftstellerverband zusammengeschlossen hatten. Das Kaiserdenkmal mußte 1936 Straßenbaumaßnahmen weichen, fand aber im Deweerthgarten an der BrilIer Straße einen neunen Standort. Während des Krieges wurde Wilhelm I. samt Roß vom Sokkel gestoßen und für die Waffenschmiede des Dritten Reiches eingeschmolzen. Sic transit gloria mundi!

22. Der in Licht getauchte Neumarkt mit dem neuen Rathaus - ein stimmungsvolles Postkartenmotiv. Rechts unten das EIberfelder Stadtwappen. Der rote bergische Löwe hält in seinen Vorderpranken den Rost des heiligen Laurentius. Der Stadtheilige und Märtyrer war nach der Überlieferung im Jahr 258 n. Chr. in Rom auf einem Rost verbrannt worden. Im Vordergrund der Ansichtskarte, die ein EIberfelder Verlag in Berlin herstellen ließ, erkennt man zwei prunkvolle Kutschen. Links außen als Symbol der neuen Zeit eine Straßenbahn. Der 'Gruß aus Elberfeld' wurde gern als Weihnachtskarte verschickt. Den Text schrieb man damals auf die Vorderseite der Karte.

23. Nach fünfjähriger Bauzeit konnte Kaiser Wilhelm Il. 1900 das neue Rathaus der Stadt Elberfeld am Neumarkt einweihen. Als Platz für das vierte Rathaus in der Stadtgeschichte hatte man die Stelle ausgewählt, wo durch den Abbruch alter Häuser eine neue über den Neumarkt führende Verbindungslinie zwischen dem Hofkamp und dem oberen Teil der Königstraße (heute Friedrich-Ebert-Straße) geschaffen werden sollte. Der stattliche Bau, der sich in freier Anwendung an die Architektur der deutschen Frührenaissance anlehnt, und der 79 Meter hohe Turm mit steilem Kupferhelm beherrschen bis heute die Innenstadt. Großen Zuspruch fand von Anfang auch der Ratskeller rnit seinern Gewölbe.

24. Ganz Elberfeld stand buchstäblich kopf, als 1910 das 300jährige Bestehen der Stadt gefeiert wurde. Aus Anlaß des Stadtjubiläums fanden zahlreiche Volksfeste und andere Feiern statt. Der amtliche 'Tägliche Anzeiger' und der 'General-Anzeiger' gaben illustrierte Festschriften heraus. Im Bom-Verlag erschien ein dickleibiges Jubiläumsbuch, das noch heute als Standardwerk zur Elberfelder Geschichte gilt. Nicht zu vergessen die Vielzahl kunstvoll gestalteter Postkarten, wie sie damals in der wilhelminischen Epoche üblich waren. Im Jahr 1610 war Elberfeld das zunächst auf zwölf Jahre befristete Stadtprivileg verliehen worden. Später wurden die Stadtrechte erneuert.

25. Bedeutende Ereignisse in der Geschichte Elberfelds vom 13. bis zum 19. Jahrhundert waren die Bildmotive einer Serie von Postkarten, die Wilhelm Fülle unter dem Titel 'Dreijahrhundertfeier der Stadt Elberfeld 1610-1910' herausbrachte. Die Bilder aus dem Jahr 1910 wirken heute auf uns wegen ihrer zum Teil heroisierenden Darstellung nicht mehr zeitgemäß, dennoch erfreuen sie sich bei Sammlern nach wie vor großer Beliebtheit. Diese Postkarte zeigt die Überreichung der Stadtrechte anno 1610 an der damaligen Stadtwaage. Bürgermeister der jungen Stadt mit ihren knapp 1 000 Einwohnern warvon 1610 bis 1612 Johann Nyß. Ihm zur Seite stand der Magistrat.

ElDerfeld

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26. Mit einem allegorischen Festspiel des EIberfelder Dichters Friedrich Roeber wurde 1888 das Stadttheater am Brausenwerth eröffnet. Die Musik hatte der ebenfalls im Wuppertal als Dirigent und Komponist erfolgreich wirkende Julius Buths geschaffen. Der Spielplan der neuen Bühne konnte sich sehen lassen. Am ersten Tag wurde neben Roebers Festspiel Goethes 'Iphigenie' aufgeführt, dann folgten Beethovens 'Fidelio' und am dritten Tag Lessings 'Minna von Barnhelrn'. Dem Theaterdirektor Ernst Gettke stand ein aktiver Theaterverein zur Seite, der mit Unterstützung der Stadt Elberfeld erst die Voraussetzungen für den Bau des Hauses geschaffen hatte.

Richard Balder (Direktor).

VVagner-Aufführungen Stadttheater Elberfeld, ,.April 1898.

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Anion V<ln R.:)oy.

27. Unter Richard Balder, der bis 1898 die Direktion des EIberfelder Theaters innehatte, erlebte das Haus seine erste Blütezeit. Die Aufführungen von Werken Richard Wagners erregten viel Aufsehen. Der Nachfolger von Balder wurde Hans Gregor, der zugleich auch die Leitung des Barmer Stadttheaters übernahm. 1900 fanden die ersten Mozartfestspiele statt, 1901 wurde Hans Pfitzners 'Rose vom Liebesgarten' in Elberfeld uraufgeführt. Zwei berühmte Elberfelder Künstler, der Komponist Hans Knappertsbusch und der spätere Wiener Burgschauspieler Ewald Baiser, begannen hier ihre steile Karriere. 1939 wurde das Theater geschlossen, 1943 sank es in Schutt und Asche.

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28. 'Dieser herrliche Bau in den Formen italienischer Renaissance mit französischen Anklängen atmet Festesfreudigkeit und Würde' - ein dickes Lob für die Stadthalle, nachzulesen im Festband 'Die Stadt Elberfeid' zur Dreijahrhundertfeier 1910. Weiträumigkeit empfängt den Besucher, wenn er den stattlichen Bau von der großzügig angelegten Freitreppe aus betritt. Der große Saal mit einer Gesamtfläche von 990 Quadratmetern verfügte ursprünglich über 2 000 Sitzplätze, die jedoch später auf 1 500 reduziert wurden. Die Baukosten des 1900 mit einem Bergischen Musikfest eingeweihten Gebäudes hatten annähernd 2,4 Millionen Mark verschlungen.

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