Wuppertal in alten Ansichten Band 2

Wuppertal in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Kurt Schnöring
Gemeente
:   Wuppertal
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5479-6
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wuppertal in alten Ansichten Band 2'

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29. Die StadthalIe von der Gartenseite aus betrachtet - mit Musikpavillon und Terrasse. Auf dem Gelände der heutigen Stadthalle stand bis Ende des 19. Jahrhunderts das 'Johannisberg-Etablissernent', ein langgestrecktes Bier- und Vergnügungslokal der alteingesessenen Familie Küpper. Unumschränkter Herrscher auf dem Johannisberg war bis zu seinem Tod im Jahre 1869 der alte Abraham Küpper, ein kerniger und lebensfroher Gastwirt. Zur Erinnerung an den alten Johannisberg sollte nach dem Willen der EIberfelder Stadtverordneten-Versammlung der neue Bau den Namen 'StadthalIe Johannisberg' erhalten. Der Musikpavillon ist leider später entfernt worden.

30. In der Mitte des Gartens hinter der StadthalIe stand bis um die Jahrhundertwende ein Springbrunnen, dessen WasserspieIe an Sommertagen die Besucher erfreuten. Bis heute erhalten blieb das kleine schieferverkleidete Gartenhäuschen aus dem 18. Jahrhundert im Nordosten der Terrasse. 'Vorn Garten des Johannisberges aus bietet sich eine herrliche Aussicht, zuerst über die Häuserrnasse von Elberfeld, dann aber auch in die Ferne, namentlich über das Wupperthal nach Schwelm und nach den Fabrikanlagen am Eynern-Graben', so der Beobachter in dem 1863 im Verlag von Wilhelm Langewiesehe erschienenen Buch über die Doppelstadt 'Elberfeld und Barmen'.

31. Der leichten Muse diente das 1906 eröffnete Thaliatheater am Islandufer. Über zwei Jahrzehnte hindurch bot das private Theater der Operette eine feste Heimstatt. Nach einem umfassenden Umbau des Hauses im Jahr 1929 fand das Thalia regen Zuspruch mit einem gemischten Programm aus Varieté und Film. 1925 hatte der Westdeutsche Rundfunk im Thalia seine Geburtsstunde erlebt. Als englische, französische und belgische Truppen die Stadt Köln und große Teile des Rheinlandes besetzt hielten,war im freien Elberfeld die 'Westdeutsche Funkstunde' aus der Taufe gehoben worden - von dem bedeutenden Rundfunkpionier und Staatssekretär Hans Bredow.

32. Als in den Jahren 1852 bis 1858 nach Plänen des Kölner Dombaumeisters Ernst Friedrich Zwirner an der Sophienstraße die 'Neue Reformierte Kirche' errichtet wurde , war das Gebiet rund um das Gotteshaus noch nicht stark bebaut. Gegenüber der Kirche, auf einer Anhöhe, erkennt man den Gebäudekornplex des 1863 fertiggestellten Krankenhauses am Arrenberg. Zu Füßen des runden Kirchturms die Wohn- und Geschäftshäuser an der Königstraße (heute FriedrichEbert-Straße), die wie das Gotteshaus zum größten Teil die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg überlebt haben. Im Hintergrund die bewaldeten Höhen Elberfelds mit dem Kiesberg.

33. Bliek aus der Sophienstraße über die Königstraße hinweg auf den Turm der reformierten Kirche mit Eingangsportal. Der von dem Elberfelder Baumeister Friedrich Augustini ausgeführte Bau im gotisch-byzantinischen Stil zeichnet sich durch eine doppelte Reihe gelungener Rundbogenfenster aus. Die Baukosten einschließlich Orgel und Glocken beliefen sich auf knapp 100 000 Taler, die durch Spenden der reformierten Gemeinde aufgebracht wurden. Den Bauplatz hatte der vermögende Rentner de Landas kostenlos der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Der Innenraum ist nach dem Zweiten Weltkrieg umgebaut und dadurch erheblich verändert worden.

Elberfelo

Soobienstrasse

34. Seit 1813 hatte die junge jüdische Gemeinde ihre Gottesdienste in einem bescheidenen Zimmer im Hinterhaus eines Gebäudes an der Herzogstraße gefeiert und dafür eine jährliche Miete von 115 Talern bezahlen müssen. Erst 1863 konnte die Gemeinde an der Genügsamkeitstraße ein Grundstück für den Bau eines eigenen Gotteshauses erwerben. Nach Plänen des EIberfelder Baumeisters Böckmann errichtete das Bauunternehmen Hölzel und Becher schließlich die Synagoge mit Schule und Rabbiner- Wohnung, wofür die Gemeinde insgesamt 24 000 Taler aufzubringen hatte. 1865 konnte der Rabbiner Dr. Kleeberg den gelben Backsteinbau mit seiner ansprechenden Außenarchitektur in schlicht romanisch-byzantinischen Formen einweihen. Die EIberfeIder Synagoge wurde, wie auch das jüdische Gotteshaus in Barmen, in der sogenannten Kristallnacht im Jahre 1938 zerstört und die Ruinen dem Erdboden gleichgemacht.

35. Die evangelisch-lutherische Gemeinde in EIberfeld verfügte bis zum Jahr 1898 über drei Gotteshäuser: die Kirche am Kolk (erbaut 17491752), die Kreuzkirche (1850) und die Trinitatiskirche (1878) am Arrenberg. Das schnelle Wachsen der Gemeinde - sie zählte um die Jahrhundertwende an die 60 000 Seelen - machte den Bau einer vierten Kirche erforderlich. So entstand von 1899 bis 1901 als neues Wahrzeichen der Südstadt nach Plänen von Regierungsbaumeister H. Plange am Grifflenberg die Christuskirche mit 1 360 Sitzplätzen. Der imposante Bau war nach Osten in Richtung der aufgehenden Ostersonne orientiert und in Kreuzform errichtet worden. Während die Kirche beim Luftangriff auf Elberfeld im Jahre 1943 zerstört und erst von 1955 bis 1961 in veränderter Form wiederaufgebaut wurde, blieb die alte Altarbibel mit einer Widmung der Kaiserin Auguste Viktoria erhalten.

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I

36. Eine Oase der Ruhe und Beschaulichkeit war früher der Reformierte Kirchplatz im Zentrum von Elberfeld. Der schattige Platz diente ursprünglich als Friedhof, der 1785 als überfüllt durch eine Verordnung des Kurfürsten Kar! Theodor geschlossen und 1820 in eine öffentliche Anlage umgewandelt worden war. Nach der Einebnung des 'Leichenhofes' wurde, wie Kar! Coutelle in seinem 1852 erschienenen ElberfeldBuch notierte, der Kirchplatz 'aus freiwilligen Beiträgen durch eine zweckmäßige Baumbepflanzung verschönert'. Eine Zierde der Anlage waren die beiden Küsterhäuser aus dem Jahr 1750 mit ihren prachtvollen Rokoko-Portalen. Sie wurden 1943 zerstört.

37. Die älteste Kirche Elberfelds war eine vor 1000 dem Heiligen Laurentius geweihte Kapelle, die dort stand, wo sich jetzt die Alte Reformierte Kirche erhebt. Dieser später zur Kirche ausgewachsene Bau gehörte zum weiteren Bereich der alten Burg Elverfeldt und brannte bis auf die Apsis 1537 mit dem größten Teil der Burganlage und des Ortes nieder. Nachdem das wiederaufgebaute Gotteshaus dem Stadtbrand von 1687 zum Opfer gefallen war, wurde von 1688 bis 1690 der Neubau als eine der ersten Kanzelaltarkirchen errichtet. Dem erhalten gebliebenen Turm ist eine typisch bergische Latemenhaube aufgesetzt worden. Vor der Kirche das Armenpflegerdenkmal von 1903.

, ELBERFELD

38. Es war ein weiter Weg von der Errichtung des staatlichen Realgymnasiums an der damaligen Hohenzollernstraße und heutigen Bayreuther Straße im Jahre 1911 bis zur Übernahme des Gymnasiums in die Trägerschaft der Stadt 1974. Das ehemalige Hindenburg-Realgymnasium hat, wie der städtische Schuldezernent Prof. Dr. Gensel 1930 feststellte, 'ein, von den Kriegseinflüssen abgesehen, ruhiges und gleichmäßiges Leben geführt'. Aus Anlaß des 80. Geburtstages von Reichspräsident Hindenburg hatte die Schule 1927 den Namen des Staatsoberhauptes angenommen. Nach dem Bombenangriff 1943 auf Elberfeld war die Schule vorübergehend nach Pößneck (Thüringen) verlegt worden.

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