Wuppertal in alten Ansichten Band 2

Wuppertal in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Kurt Schnöring
Gemeente
:   Wuppertal
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5479-6
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wuppertal in alten Ansichten Band 2'

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49. 'Deutschlands wahre Kraft und Größe liegt am Rhein' - so die Statthalterin der Niederlande, Maria van Ungarn, im Jahre 1551 in einem Brief an ihren kaiserlichen Bruder Ferdinand I. in Wien. Elberfeld fühlte sich noch mehr als Barmen schon immer dem Rheinland zugehörig. Kein Wunder, daß im Mai 1925 ganz Elberfeld im Zeichen der Jahrtausendfeier der Rheinlande stand. Mit einem großen Triumphbogen, den das EIberfelder Stadtwappen krönte, wurden die vielen tausend auswärtigen Gäste am Altenmarkt (Alte Freiheit) begrüßt. Zum Jubiläum erschien eine Reihe von Festschriften und Büchern, so das Sammelwerk 'Tausend Jahre deutscher Geschichte und deutscher Kultur am Rhein'.

50. Naive Kunst oder einfach Kitsch? Eine gemalte Ansichtskarte , wobei dem Künstler eine alte Fotografie als Vorlage diente. Auf dem Neumarkt herrschte schon vor 1890 ein buntes Markttreiben. Vor der stattlichen Kulisse verschieferter Wohn- und Geschäftshäuser boten die Händler Obst, Gemüse und Blumen, aber auch Fleischwaren und Molkereiprodukte an. Der Platz im Herzen von Elberfeld diente der reformierten Gemeinde bis 1802 als Kirchhof. 1809 erwarb die Stadt das Gelände für 4 400 bergische Taler und verlegte den Wochenmarkt endgültig von dem Altenmarkt auf den Neumarkt, der bis heute von den Ständen der Obst- und Gemüsehändler beherrscht wird.

51. Die phantasievolle Postkarte idealisiert das Leben in Elberfeld um die Jahrhundertwende. Vor dem Hotel Kaiserhof unterhalten sich angeregt zwei ältere Damen, während der Gepäckträger zwei Koffer zum Bahnhof Döppersberg schleppt. In der Mitte führt der Hotelpage drei Hündchen spazieren. Rechts im Bild spricht eine Mutter zu ihrem Kind. Noch waren die Schwebebahn und das neue EIberfelder Rathaus mit dem unübersehbaren Turm nicht gebaut. Die Darstellung des Kaiserhofs und des gegenüberliegenden Hauses ist weitgehend authentisch, doch die Gebäude im Hintergrund sind Phantasiegebilde des Künstlers, der namentlich nicht bekannt ist.

52. Neben dem 1920 der Spitzhacke zum Opfer gefallenen legendären Eisbeinhaus am Wall war die Schankwirtschaft Risse an der unteren GesundheitstraBe die älteste Gaststätte Elberfelds. In dem verschieferten Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert haben viele Generationen von fröhlichen Zechern den begehrten Gerstensaft und den unverwechselbaren 'Kloaren' (Korn) getrunken. Beliebt war die behagliche Kneipe vor allem bei den Fuhrleuten. Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Elberfeld insgesamt 290 Wirte, unter ihnen 269 sogenannte Schenkwirte und 21 Gastwirte, die ihren Gästen außer alkoholischen und Erfrischungsgetränken auch Speisen servierten.

53. Mit 54 Zimmern war das Hotel 'Zur Post' an der Poststraße Mitte der zwanziger Jahre eine der größten Herbergen in Elberfeld - nach dem führenden Kalserhof und dem Europäischen Hof am Hauptbahnhof. Damals gab es in Elberfeld 17 Hotels und Gasthöfe sowie drei christliche Hospize. Zum Hotel 'Zur Post' gehörte neben einern Frühstücksraum auch ein Restaurant, in dem der Besitzer Josef Ahn seine Gäste rnit gepflegten Getränken und Speisen verwöhnte. An der Stelle des Hotels stand früher das Gasthaus 'Zur Post', in dessen Räumen 'stets eine wohltuende, manchmal auch durch die Gaben edlen Weines beschwingte Atmosphäre' herrschte, wie sich Victor Friedrich Storck erinnerte.

54. Über das Gerüst der Schwebebahn hinweg fällt der Bliek auf das Empfangsgebäude des Bahnhofs Elberfeld mit der korinthischen Säulenloggia. Darüber das Häusergewirr der Südstadt mit hintereinander bergan gestaffelten Bauten. Nur wenige der um die Jahrhundertwende errichteten Wohnhäuser haben den schweren Luftangriff des Jahres 1943 überstanden, der die Südstadt weitgehend zerstörte. Charakteristisch für die Südstadt sind die engen Straßen, die sich in langgezogenen Serpentinen durch das Häusermeer emporschwingen. Links im Bild das Hotel Europäischer Hof an der Ecke Döppersberg/Neue Fuhrstraße, gegenüber der Kaiserhof. Die Postkarte stammt aus dem Jahr 1938.

55. Der Wall zwischen der Schloßbleiche und dem Neumarkt war und ist eine der Haupteinkaufsstraßen, von der weitere Geschäftsstraßen abzweigen. Die Straße entspricht in etwa dem Verlauf der alten Wallanlage, die einst die Burg Elberfeld vor Feinden schützte. Links im Bild die klassizistische Fassade des früheren Städtischen Museums für Kunst und Kunstgewerbe, von 1828 bis 1842 als Rathaus der Stadt Elberfeld erbaut. Im Erdgeschoß waren verschiedene Ladenlokale untergebracht, wie Kaisers Kaffeegeschäft und der Radeberger Hutvertrieb. Gegenüber an der Ecke Herzogstraße das Geschäft des Juweliers Carl A. Krall, der vor dem Ersten Weltkrieg Pferden das Lesen beibringen wollte.

56. Die Ravensberger Straße zwischen der Neckarstraße und dem Weg Am Cleefkothen auf einer Postkarte aus dem Jahr 1940. Ihr Ausbau erfolgte erst um die Jahrhundertwende. Bis Ende des 19. Jahrhunderts war das erste Teilstück zwischen Neckarstraße (damals Gneisenaustraße) und Xantener Straße (früher Märkische Straße) fertiggestellt, von 1904 bis 1907 folgte dann ein weiterer Bereich. Westlich der Ravensberger Straße erstreckt sich das Naherholungsgebiet um den 276 Meter hohen Friedrichsberg mit den städtischen Anlagen und den Grünflächen des EIberfelder Verschönerungsvereins. Ihren Namen verdankt die Straße der früher mit dem Bergischen Land verbundenen westfälischen Grafschaft Ravensberg.

57. Als 1887 die erste Ausgabe des 'General-Anzeiger für Elberfeld-Barmen' erschien, ließ der Verleger Wil helm Girardet das neue Blatt in der zum damaligen Zeitpunkt sensationellen Auflage von 40 000 Exemplaren drucken und durch eigene Boten verteilen. Die Rechnung Girardets ging auf: Der 'General-Anzeiger' entwickelte sich schnell zur größten der zehn im Tal gedruckten Tageszeitungen. Das erste Verlagshaus an der Obergrünewalder Straße war inzwischen längst zu klein geworden. So entstand 1904 an der Neumarktstraße im Herzen von Elberfeld ein neues Verlagsgebäude. Es wurde erst 1964 aufgegeben, als am Otto-Hausmann-Ring ein modernes Pressehaus entstand. Die Postkarte wurde 1913 vom 'GA'- Verlag verbreitet.

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58. Das Kinderheim St. Michael überragt die Uellendahler Straße. Der imposante Bau wurde von 1883 bis 1885 vom Katholischen Frauenverein Elberfeld als 'Erziehungshaus für katholische Waisen und verlassene Kinder' errichtet und 'unter den besonderen Schutz des Himmelsfürsten St. Michael sowie der hl. Schutzengel und der hl. Mutter Anna' gestellt. Bei der feierlichen Einweihung des Hauses 1885 gab es zunächst einen Eklat. Die Stadt Elberfeld verweigerte dem Frauenverein die Überweisung der katholischen Kinder aus dem städtischen Waisenhaus in das neue Heim. Nach der Zerstörung der Rathäuser in Barmen und Elberfeld diente das Heim 1943 vorübergehend als Verwaltungshaus.

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