Übach-Palenberg in alten Ansichten

Übach-Palenberg in alten Ansichten

Auteur
:   Reinhold Esser
Gemeente
:   Übach-Palenberg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1742-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Übach-Palenberg in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Die Stadt Übach-Palenberg, im Süden des Kreises Heinsberg , beiderseits des Wurmtales gelegen, ist mit etwa 23 000 Einwohnern und einer Ausdehnung von 26,10 Quadratkilometer die dichtbesiedeltste Stadt des Kreises. Landschaftlich gehört sie zur Niederrheinischen Tiefebene. Die höchste natürliche Erhebung (I5l,5 m über NN), südlich des Stadtteils Boscheln, wird von den Abraumhalden der ehernaligen Schachtanlage Carolus Magnus weit überragt, An Bodenschätzen sind Kies und Steinkohle vorhanden. Ubach-Palenberg kann auf eine mehr als 11 OO-jährige Geschichte zurückblicken. Die erste urkundliche Erwähnung Palen bergs liegt in einer Tauschurkunde von 867 vor. König Lothar Il. tauschte am 20. Januar 867 ein Hofgut in Palembach. Die in ihren ältesten Bauteilen aus dem 11. Jahrhundert stammende St. Petrus-Kapelle, die im Volksmund auch Karlskapelle genannt wird, verschiedene alt-ehrwürdige Kirchen, Schloß Zweibrüggen und Schloß Rimburg sind heute noch erhaltene, sehenswerte Zeugen einer vergangenen Epoche.

Übach, ein historisch bedeutender Ort, erscheint urkundlich im 12. Jahrhundert. Regewidis von übach machte sich und ihre Nachkommen der Abtei Thorn zins- und kurmodepflichtig. Aus einer anderen

Thorner Urkunde derselben Zeit kann geschlossen werden, daß das Übacher Land schon bedeutend früher, vielleicht zur Zeit der Stiftung im Jahre 992, zu dem hochadeligen Stift Thorn gehörte. Die Rechtspflege wurde durch ein eigenes Gericht, die Bank Übach, wahrgenommen. 1436 erhielt die Bank Übach ein eigenes Schöffensiegel. Neben vier Rittersitzen verdient die Übacher Burg, die in der Nähe der Kirche lag, besondere Erwähnung, Nach 1815 bestanden im hiesigen Bereich die Bürgermeistereien Frelenberg mit Palenberg, Scherpenseel und Übach. Der Ubergang von der Agrar- zur Industriestruktur, hervorgerufen durch die Neuanlage des Steinkohlenbergwerkes Carolus Magnus im Jahre 1911, erforderte 1935 den Zusammenschluß der früheren Bürgermeistereien zu einer Gemeinde Ubach-Palenberg.

Ende 1944 wurde Übach-Palenberg zum Kampfgebiet. Wohnhäuser und öffentliche Gebäude waren teilweise zerstört, die Straßen von Panzern zerfahren, Versorgungsleitungen und Kanalisation nicht mehr intakt. Durch Fleiß und Einsatz vieler Kräfte konnte allmählich der Wiederaufbau vorangetrieben werden. Unverkennbar ist der Aufschwung seit Beginn der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts. So wurden vorbildliche Einrichtungen für Bürger und Besucher

geschaffen: 2 Gemeinschafts-Hauptschulen, 4 Gemeinschafts-Grundschulen, 2 katholische Grundschulen, 1 Schule für Lernbehinderte, 1 Schulkindergarten und 1 Jugendmusikschule sind heute ebenso vorhanden wie das Gymnasium (1 Schulzentrum im Bau). 6 Kindergärten werden von 600 Kindern besucht. 8 Kinderspielplätze, 10 Jugendheime und 1 Jugendzentrum stehen zur Verfügung. Das moderne Altenwohnheim und eine Altentagesstätte sind Heimstatt für den Lebensabend. Die Stadthalle, in der der Westdeutsche Rundfunk des öfteren zu Gast war, schafft die Voraussetzungen für die Unterhaltung. In Übach-Palenberg gibt es 6 katholische Kirchen, 4 evangelische Kirchen, 1 neuapostolische Kirche und 1 Gebetsraum der Zeugen Jehovas. An Kultureinrichtungen sind vorhanden: 1 Stadtbücherei, weitere konfessionelle Büchereien, je 1 katholisches, evangelisches und sozialistisches Bildungswerk, 1 kulturelle Veranstaltungsreihe, 1 Kulturring, 1 Kammerorchester, Kirchenchöre, Gesang- und Musikvereine. Das Vereinsleben steht hier in hoher Blüte. Rund 65 Vereine sind registriert. Die sportliche Erziehung spielt in Übach-Palenberg eine dominierende Rolle. So stehen ae- Sporteinrichtungen zur Verfügung: 1 Hallen-Freibad, 1 Hallenbad (Schwimmsportschule),

das Stadion Übachtal, 7 Sportplätze, 4 Turnhallen, 3 Turn- und Sporthallen, 3 Tennisplätze und 1 Reitsportmöglichkeit.

Die Schließung des Steinkohlebergwerkes Carolus Magnus im Jahre 1962 brachte für die Gemeinde schwierigste Probleme. Umfangreiche Maßnahmen zur Umstrukturierung von einer bislang einseitig bergbaulichen zu einer vielschichtigen Industriegemeinde wurden eingeleitet. Eine Anzahl namhafter, krisenfester Industriebetriebe konnte inzwischen angesiedelt werden. 1967 wurde der Aufbau Ubach-Palenbergs durch die Verleihung der Stadtrechte anerkannt.

Stadtdirektor Etzig zur künftigen Entwicklung der Stadt: 'Wenn auch eine exakte Vorhersage nicht möglich ist, so bin ich voller Hoffnung, daß es uns gemeinsam gelingen wird, die vor uns liegenden Aufgaben und Probleme zu bewältigen. Rat und Verwaltung von Übach-Palenberg sind jedenfalls bemüht, die Lebenskraft der Stadt sicherzustellen und Voraussetzungen zu schaffen für die geistige, kulturelle, soziale und wirtschaftliche Weiterentwicklung'.

1. Übach im Jahre 1905. Im Foto oben links ist der Kirchberg, früher Wynandsberg, zu sehen. Rechts daneben ist vor einigen hier versammelten Übachern der 'Nötzeberch-Pool' abgebildet. Unten links ist die Schenkwirtschaft Arnold Crampen, Am Nützenberg, zu erkennen. Der große Saal hinter dieser Wirtschaft wurde 1905 abgerissen und durch einen neuen, moderneren Saal im Jahre 1907 ersetzt. Vor dem Haus steht gerade die Bierkutsche des Lieferanten Drehsen aus Beggendorf. Im Foto rechts unten ist der Kirchplatz festgehalten.

2. Marktplatz mit Blickrichtung Freiheitstraße. Rechts im Bild ist der Gasthof DreschersOerming zu sehen. Hier war einer der Treffpunkte der Übacher bei den wenigen Festlichkeiten im Jahr. Zu diesen wenigen Festlichkeiten gehörten die Kirmessen. Darauf freuten sich jung und alt. Drei Tage, von sonntags bis dienstags, ging es hoch her. Vorher wurden die Häuser auf Hochglanz gebracht und Fladen gebacken. Es war keine Seltenheit, daß bei großen Farnilien für die Kirmes 30 bis 40 Fladen im 'Backes' hergerichtet wurden. An diesen Tagen kamen die Verwandten von nah und fern zu Besuch.

3. Kirchplatz zum Ende der zwanziger Jahre. Von hier aus startete der Omnibus, der zwischen Übach und Aachen verkehrte. Seit 1925 unterhielt die Reichspost einen Postkraftwagenverkehr zwischen Übach und Aachen, der nicht nur der Personen-, sondern auch der Postbeförderung diente. Der Postwagen benutzte von Übach bis Herzogenrath die Aachen-Roermonder-Landstraße, die die Gemeinde übach in südnördlicher Richtung durchzog und die Hauptverkehrsader war. Wegen der weiten Entfernung zum Bahnhof Palenberg wurde der Postbus viel in Anspruch genommen.

4. Kirchberg in Richtung Talstraße gesehen. Links im Foto ist die Möbelfabrik Fröschen zu erkennen. Das nächste Haus gehörte der Familie Pedrazzi. Das dritte Haus links war Eigentum der Familie Mingers. Heute ist an dieser Stelle die Einfahrt zum Parkplatz des Rathauses. Das Anwesen rechts hinter der Böschungsmauer war von der Familie Dautzenberg. In den Jahren 1925 bis 1930 wurden seitens der Gemeinde Übach die Quäkergracht und der Kirchberg erbreitert und deren Böschungen mit Stützmauern versehen. Im Hintergrund des Bildes sieht man die Anlagen der Gewerkschaft Carolus Magnus.

5. Carolus-Magnus-Straße, früher Bahnhofstraße. Hier ist das Haus der Eheleute Leonhard Breuer, früher Bahnhofstraße 284, zu sehen. Es wurde im zweiten Weltkrieg von den amerikanischen Truppen gesprengt. Heute steht dort ein großes Wohn- und Geschäftshaus mit der Gaststätte 'Zurn Kochlöffel'. Wie es der Name sagte, führte diese Straße zum Bahnhof Palenberg, der in einer Entfernung von drei Kilometer von Übach entfernt ist. Damalige Bestrebungen gingen dahin, eine Eisenbahnlinie von Palenberg über Übach nach Jülich anzulegen, was sich jedoch wegen fehlender Rentabilität nicht verwirklichen ließ.

6. Ecke Carlstraße-Maastrichter Straße im Jahre 1919. Bis zur Niederlassung des Steinkohlebergwerks Carolus Magnus war Palenberg ein kleines Dorf. Im Jahre 1821 zählte man nur 114 Einwohner. 1852 waren zwanzig Gebäude und 126 Einwohner vorhanden. In Bersitten waren zur gleichen Zeit neun Gebäude und 48 Einwohner registriert. Verwaltungsmäßig war Palen berg der Bürgerrneisterei Frelenberg unterstellt. Mit dem Einzug des Bergbaues änderte sich die Einwohnerzahl schlagartig, als zwischen Ubach und Palenberg Häuser für die Beschäftigten der Zeche gebaut wurden.

7. Frankenstraße-Bahnstraße, Übergang der Bahnlinie Aachen-Mönchengladbach-Düsseldorf. Rechts im Bild ist Hotel Ernst zu erkennen. Im Hintergrund ist noch ein Teil der St-Pet rus-Kapelle, auch Karlskapelle genannt, zu sehen. Bei dem Gefährt handelt es sich wahrscheinlich um einen Brotwagen. Die Bäcker in der 'guten, alten' Zeit transportierten ihre Backwaren mit Pferd und Wagen zu den Kunden. Im Palenberger Bereich verzeichnet die Chronik kurz vor dem ersten Weltkrieg mit Josef Derichs einen Bäcker. Nach der Industrialisierung trat auch auf diesem Gebiet ein grundlegender Wandel ein.

~ GruB aus Scherpenseel'

8. Heerlener Straße. Im oberen Teil des Fotos ist das Pfarrhaus, eines der ältesten, heute noch erhaltenen Häuser Scherpenseels, abgebildet. Im Foto unten ist die Heerlener Straße, Unterdorf, etwa um die Jahrhundertwende zu sehen. Rechts stand die alte Wirtschaft Hahn, heute Rautert. An der Stelle, wo das letzte Haus auf der linken Seite abgebildet ist, steht jetzt ein modernes Wohn- und Geschäftshaus. Der Straßenzustand in der damaligen Zeit ließ sehr zu wünschen übrig. Erst nach der Zusamrnenlegung der drei Bürgermeistereien übach, Scherpenseel und Frelenberg im Jahre 1935 trat hier eine Änderung ein.

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