Überherrn in alten Ansichten Band 2

Überherrn in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Walter Oehling
Gemeente
:   Überherrn
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6711-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Überherrn in alten Ansichten Band 2'

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49. Etwas abseits von Felsberg, an der Straße nach Picard und zum Taffingsweiher, liegt der Neuhof, der im]ahre 1572 durch die Beruser Herrin, Anna Gräfin von Isenburg, gegründet wurde. 1831 bestand er aus zwei großen Bauernhäusern, die Nikolaus Schütz und Anna Maria Tonnellier, der Witwe von Adam Wilhelm, gehörten. Im letztgenannten Haus wohnte um 1925 deren Urenkelin Anna Schütz, die mit dem Bauern, Stellmacher und Hüttenarbeiter Michael Rupp aus Felsberg verheiratet war. Auf dem Foto sehen wir (von links nach rechts) Anna Schütz, die Söhne ]osef und Alfred Rupp und ihren Ehemann Michael Rupp; daneben stehen ihre TanteMagdalena Schütz und die Nachbarin Katharina Lutz ('Schneider Kàtt', verheiratet mit Franz Hoen).

5 O. Die Ansichtskarte von 1914 zeigt drei verschiedene Abschnitte der Hauptstraße (Rathausstraße ) von Bisten. Links oben ist das ehemalige Forsthaus zu sehen. Die Lücke zwischen ihm und den beiden Häusern im Hintergrund (Häuser Zayer und Prümm) ist zwischenzeitlich geschlossen. Die beiden letztgenannten Gebäude sind auch auf dem Foto rechts zu sehen. Dahinter erkennt man die Türme des Rathauses (links) und der pfarrkirche (rechts) und weiteTeile des 'Unterdorfes'.

Auf dem Bildausschnitt unten ist das Gasthaus Müller (später Schwarz) zu sehen. Stallung und Scheune wurden später zu einem großen Saal umgebaut, in dem alljährlich zahlreiche Veranstaltungen (Sitzungen der Karnevalsgesellschaft 'Iwwerzwerch' Überherrn, u.a.) stattfanden. Nachdem der gesamte Komplex vor einigen [ahrcn verkauft worden war, befindet sich nun die 'KDÜ' ('Kommunale Dienste Überherrri') in einem Teil des ehemaligen Gebäudes; der Rest wurde zu Eigentumswohnungen umgebaut.

51. Die pfarrkirche St. Peter wurde in den Iahren 1785-1788 unter der Bauleitung von [ohann Gerard und [ohann Guérich errichtet; die Initialen der beiden -1788 - IC IC - sind heute noch im Schlussstein des Chorbogens nachzulesen. Die prachtvolle Inneneinrichtung aus der Zeit um 1900 geht größtenteils auf pfarrerThielen, ab 1892 in Bisten tätig, zurück, so der Hauptaltar, die beiden Seitenaltäre (links der Marienaltar und rechts der Herz-Iesu-Altar), sowie die Kanzel mit den vier Evangelisten, alles im neugotischen Stil. Auch das 'Prager Jesuskind' neben dem Herz-Jesu-Altar sowie die Banderole über dem Chorbogen waren kennzeichnend für die Kirche der Jahrhundertwende. Modernem Zeitgeist entsprechend verschwand das meiste in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Das 2. Vatikanische Konzil 1960 tat ein übriges, so dass die pfarrkirche von Bisten sich heute, was ihre nüchterne Ausstattung betrifft, kaum von den meisten Kirchen in der Nachbarschaft unterscheidet.

52. Bereits im [ahre 1894 wird ein Kirchenchor in Bisten urkundlich erwähnt. Prä-

ses war pfarrer Iohann Thielen, Chorleiter war Lehrer Ludwig Fedick. In der Folge wechselte die Leitung des Chores recht oft. In den fünfziger Iahren kam das Chorleben kurzzeitig zum Erliegen. Erst im September 1977 wurde ein neuer Chor gegründet, der sich, nach dem Patron, 'Kirchenchor St. Peter' Bisten nannte. Das Foto zeigt den Kirchenchor 'Cäcilia' Bisten 1904 vor der Wohnung des Lehrers. In der vorderen Reihe sieht man pfarrerThielen, daneben (von links nach rechts) Anna Winter und Margaretha Kunzler, sowie Lehrer Fedick und Susanne Kunzlcr, dahinter Margarethe Winter, Katharina Rolles, Agnes Stark, Maria Feit, Susarme Kunzler, Maria Kunzler, Katharina Winter und Maria Rolles (2. Reihe), Kaspar Baum, Nikolaus Kunzler, Theresia Reiner, Thekla Müller, Josefine Winter, Maria Stark, Katharina Rolles, Christine Hamann und Peter Rink (3. Reihe), Peter Winter, Peter Feit, Franz Fischer, Philipp Feit, Matthias Feit, Nikolaus Feit und Nikolaus Burg (hinten).

53. [ohann Masson war von 1925 bis 1939 Pfarrer in Bisten. Das Foto zeigt ihn, zusammen mit den Kommunionkindern der [ahrgänge 192 2-1924, vor dem Portal der pfarrkirche St. Peter. Auffallend ist die damals ûbliche Kleidung der Buben, die in Matrosenanzügen, kurzen Hosen und schwarzen Wollstrümpfen ein etwas ungewohntes Bild an diesem feierlichen Tag boten. Neben Pfarrer Masson stehen (von links nach rechts) Nikolaus Haas und Siegfried Tröster (hinten), Willi Wagner, FritzWagner, Paul Saudcr, Ludwig Schmidt undAlois Berrar (4. Reihe), Ernst Tröster, [ohann Demmerle, JosefBeck, Alfred Strohm und Werner Rupp (3. Reihe), Anni Reiner, NN Tholey, Martha Gabrys, Cäcilia Wagner, Katharina Hoffmann, Martha Gillo, Gerti Ehl und Elli Schöneweiß (2. Reihe), Josefa Wagner, Johanna Bellion, Else Burg, Liesel Augustin, [ulchcn Winter, Greta Klein, Agnes Klein und Irrna Haas (vorne).

54. Von 1954 bis 1960 war Gottfried Schmitz Pfarrer von Bisten. Bei seiner Amtseinführung am 16. Mai 1954 wurde er von der Dorfgemeinschaft am Ortsausgang Bisten (Richtung Altforweiler) feierlich empfangen. Dechant Johannes Strupp (Bildmitte) aus Altforweiler und Pastor Wilhelm Kornelius aus Berus (rechts) begrüßten ihren Amts bruder (links) an seiner neuen Wirkungsstätte. Im Hintergrund erkennt man das Haus der Gärtnerei Kunzler, Am Straßenrand stehen unter anderen Margarethe Sander geb. KunzIer (links) und Martina Haas geb. Haas (rechts), beide aus Berus. Pastor Schmitz stammte aus Koblenz und wurde 1916 in Trier zum Priester geweiht. Bevor er nach Bisten kam, war er Kaplan in Völklingen und später Pfarrer in Münchwies und GroßrosseIn. Er liegt auf dem Friedhof in Bisten begraben.

55. Der Bergbau spielte schon immer eine besondere Rolle in unserer Gegend. Als man im 19. Jahrhundert begann, Gruben im Warndtabzuteufen, fanden immer mehr Männer aus unserer Gegend Arbeit und Lohn in den Steinkohlenbergwerken in 'Rosselu' und 'auf dem Kreuzwald' . Seit dem Bau der Straßenbahnlinie nach Creutzwald 1925 konnte man bequem zur Arbeit fahren und musste nicht mehr die langen Fußmärsche durch den Warndtwald nach Petite-Rosselle unternehmen, wo man meist die Woche über in Schlafhäusern lebte.

Vielerorts kam es zur Gründung von Bergmannsvereinen, die sowohl eine Unterstützung in beruflichen Dingen, aber auch Geselligkeit nach der Arbeit garantierten. Wenn ein solcher Verein zu einem Stiftungsfest einlud, war es eine Ehre und Pflicht für die Bergmannsvereine der umliegenden Orte, an dem Fest teilzunehmen. Das Foto aus demjahre 1952 zeigtTeilnehmer im Bereich des 'Unterdorfes' auf dem Weg zum Festplatz, dem Garten der Gastwirtschaft Jourdain ('Schordengs Garten'). Hinter der Gruppe ist das pfarrhaus zu sehen, daneben das Haus Hamann und dahinter das Haus Burg, früher Sitz der Amtsbürgermeisterei.

56. In unserer landwirtschaftlich geprägten Gegend bildete das Erntedankfest alljährlich einen Höhepunkt. Es war Anlass, auf die Arbeit eines [ahres zurückzublicken und für die reichlichen Ernteerträge mit einem prunkvollen Umzug zu danken. Auch für die Familie Denis, die aus Lisdorf stammte und nach dem Ersten Weltkrieg den Bockhof an der Grenze übernommen hatte, war es eine Selbstverständlichkeit, hier mitzuwirken. Neben der Landwirtschaft betrieb man noch eine kleine Gaststätte, die so manchen aus dem Ort und auch Vorüberziehende gerne zum Verweilen einlud. Für den Umzug hatten die Buben vom Bockhof einen Wagen hergerichtet, der die Erntedankkrone trug. Stolz zeigten sich Mutter und Söhne vor dem Pferdefuhrwerk vor dem Eingang ihres Anwesens. Links und rechts vonAnna Maria Denis geb. Lonsdorfer stehen die SöhneAndreas und [ohann. Als Kutscher fungieren Willi und Arthur, die beiden Jüngsten der Familie. Auf der Kutsche sieht man Alois, Alfons und Ludwig Denis (von links nach rechts).

57. Von alters her war das Dorf an der Bist prädestiniert zur Anlage von Mühlen. Zeitweise gab es sogar zwei Mühlen in Bisten, eine 'Obere Mühle' (heute noch vorhanden) und eine 'Untere Mühle' in der Nähe des Sportplatzes. Viele Müllerfamilien waren hier tätig gewesen. Am bekanntesten dürfte die Familie Senzig sein, die auch die Taffingsmühle besaß. Im letzten Iahrhundert betrieben die Familien Abel und Rupp die 'Obermûhlc' . Erst in den neunziger [ahren stellte die Mühle ihren Betrieb ein. Das Mühlengebäude wurde vor ein paar [ahren verkauft und zu Eigentumswohnungen umgebaut. Auf dem Foto sieht man den hinteren Teil der Mühle mit dem Wehr. Rechts ist der 'Milleburrri' (Mühlenborn) zu sehen, an dem in früheren Zeiten die Frauen des Ortes ihre Wäsche bearbeiteten.

58. Nach dem Tod seiner ersten Frau verzog der Wagner Nikolaus Fetick ('Postschangs Nickel') von Falck nach Bisten, wo er im Hause seiner Schwiegereltern eine Stellmacherwerkstatt einrichtete. Seine Frau, Maria Rolles, betrieb nebenbei ein 'ColonialwarenGeschäft', das später dieTochter Maria ('Kätts Maria') weiterführen sollte. Zu diesem Zweck hatte sie in den fünfziger [ahren die beiden Fenster in der rechten Vorderfront durch ein Schaufenster ersetzen lassen. Auf dem Foto sieht man vor derTür Maria Fetick-Rolles mit derTochter Maria und deren Freundin, Maria Zayer (später verheiratete Brand). Daneben, vor dem Fenster, steht ihr Ehemann Nikolaus Fetick, zusammen mit Magdalena Rink geb. Rolles (auf dem Arm Maria Kieffer aus Merten) und [ohann Kunzler ('Färwer Schang'). In den dreißiger Iahren befand sich vor dem Haus noch eine Tanksäule.

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