Öschingen in alten Ansichten

Öschingen in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Martin Schneider
Gemeente
:   Öschingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4561-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Öschingen in alten Ansichten'

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9. Zu den schönsten und besterhaltenen Fachwerkhäusem unseres Dorfes zählt das Haus von Wagnermeister Rudolf Luz im Mühlberg 25. Das 1717 erbaute Gebäude wird bis heute als 'Koada-Christians-Haus' bezeichnet, nach Christian Schneider, dem Schwiegervater von Rudolf Luz. Dieser 'Koada-Christian' lebte von 1871 bis 1942 und war das jüngste von 17 Kindern des Konrad Schneider, Bauer. Der zweitjüngste, Matthias Schneider, war Taubstummenlehrer in Braunschweig. Übrigens ist schon im Jahre 1465 ein Konrad Schnider in Öschingen erwähnt. Unser Bild zeigt fünf der elf Kinder des Christian Schneider vor dem einstigen Mühlbergbrunnen. Hinten von links: Marie verh. Rempfer, Katharine verh. Walter, Margarete verh. Schneider ('Koada-Gretle') und Rösle verh. Krumm (1928 nach USA); vorne: Lydia (1914-1943).

10. An der Ecke MühIberglSteinbühIstraße steht bis heute kaum verändert das Haus von 'Rika- KoadIe', Konrad Luz. Sein Vater, der 'Rika-Gottfried', kam 1859 von Hinterweiler nach Oschingen und verheiratete sich mit Friederike geborene Luz. Von ihr hatten beide Männer ihre Beinamen. Im Bildvordergrund sehen wir Konrad Luz mit seinem Sohn Karl, Seine Tochter Marie heiratete 1945 den verwitweten Schlosser Wilhelm Eißler. Der Sohn, Ortsvorsteher Horst Eißler, lebt heute im abgebildeten Haus. Das Fachwerk des Hauses liegt zwischenzeitlich unter Putz. Auch der einstige Abortanbau ist verschwunden. Das Küchenabflußrohr mündet auf unserem Bild noch ins Freie. Die Henne im Vordergrund wird sich darüber einst besonders gefreut haben.

11. In der Gabelung zwischen dem 'Höfle' und dem 'Zinken' stand bis 1971 das Haus von Schuhmacher Wilhelm Frey. Das Schuhmacherhandwerk war früher in Öschingen sehr verbreitet. Vor dem Ersten Weltkrieg gab es noch mehr als ein Dutzend Schuster im Ort; inzwischen ist dieser Beruf hier ausgestorben. Entsprechend den veränderten Bedürfnissen der Bevölkerung haben sich im Laufe der Zeit neue Handwerksberufe entwickelt. So eröffnete der Schuhmachersohn Friedrich Frey 1928 im Erdgeschoß des abgebildeten Hauses als erster einen Flaschnereibetrieb in Öschingen, Im Jahre 1936 erstellte er einen Werkstattneubau gegenüber seinem Elternhaus. Sein gleichnamiger Sohn Fritz Frey übernahm den Flaschnereibetrieb 1949 und führt ihn bis heute in der Falkenstraße weiter.

12. 'Im Höfle' nennt man diesen Teil im Mühlberg, wo einst das Haus von Konrad Herrmann, Schuhmacher und Feldschütz, stand. Seine Tochter Frida im Vordergrund verheiratete sich 1928 mit Jakob Rein. Dieser erstellte 1936 für seine Familie einen Neubau am Ortseingang (heute Gasthof Mühlberg). Ins alte Haus 'im Höfle' zog daraufhin Jakob Zeeb mit seiner Familie ein. Auf ihn folgte 1948 Paul Wagner mit Familie. Im Jahre 1958 erwarb Konrad Eichert das Haus und 1962 wurden Barbara und Johannes Kuppler die neuen Eigentümer. 1965 hatte das altersschwache Haus endgültig ausgedient. An seiner Stelle wurde ein neues Zweifamilienhaus erbaut. Das Gebäude im Hintergrund von Johannes Ankele brannte am 18. September 1929lichterloh.

13. Das 'Schorscha-Häusle' steht bis heute gut versteekt in einem Winkel der Talheimer Straße. Selbst ältere Einwohner haben diese Hinterhofidylle noch kaum bewußt wahrgenommen. Seinen Namen hat das Häusle von Messerschmied Georg Krumm (1847-1916). Auffallend ist neben der überdachten Außentreppe auch das eigenartige Tor vor dem sogenannten Schleifstall. Messerschmied Krumm hatte zwei Söhne, Georg und Johannes. Letzterer war der 'Schorscha-Hannes' in der Gaß. Der ältere Sohn Georg, der im Elternhaus blieb, starb schon 1919. Daraufhin erwarb Schneider Jakob Schlauch das Haus. Wir sehen ihn auf unserem Bild mit seiner Frau Marie geborene Frey. In weißer Kleidung hat sich Maler Jakob Rein dazugestellt, der gerade in der Nähe arbeitete. Rechts stehen zwei Kinder von Totengräber Georg Haug.

14. Das Stammhaus der Öschinger 'Sautter' mußte 1959 dem Neubau des Hermann Lachenmann in der Talheimer Straße 12 weichen. Der erste 'Sautter-Schmied' im abgebildeten Haus war Jakob Sautter aus Willmandingen (1802-1875). Der übergab die Schmiede 1869 an seinen Sohn Konrad Simtter (1841-1910). Dessen Nachfolger wurde ab 1909 Sohn Emil Sautter (1885-1968). Für seine Söhne Wilhelm und Jakob ließ Konrad Sautter im Jahre 1908 das Doppelwohnhaus Talheimer Straße 14 und 16 erbauen. Die Tochter Katharine blieb im Elternhaus. Der Schmied Emil Sautter bezog im Jahre 1919 das 1887 erbaute Haus seiner verstorbenen Tanten in der Hagstraße 1. Im Jahre 1927 erstellte er dort die Schmiedewerkstatt, in der bis heute noch Sohn Hans Sautter die Berufstradition weiterführt.

15. Dieses altertümliche Gefährt ist die 'Holzsäge' von 'Glaser-Schorsch' Georg Rempfer. Von 1929 bis 1953 war er als 'Säger' mit diesem Fahrzeug im Dorf unterwegs. Im Jahre 1935 kaufte er sich eine Dreschmaschine dazu und erstellte 1936 eigens einen Dreschschuppen hinter der heutigen Tankstelle Löffler. Vor ihm war es vor allem Ludwig Heinz, 'dr Lui' von Willmandingen, der mit seiner Dreschmaschine in die Öschinger Häuser kam. Bei den größeren Bauern wurde erst im Herbst oder Winter gedroschen. Dann wurde die Dreschmaschine in der eigenen Scheuer aufgestellt und mit dem Dieselmotor der 'Säge' vom Hof aus über Transmissionsriemen angetrieben. Ansonsten drosch man während der Emtezeit im Dreschschuppen. Dabei mußte man oft mit den Garbenwagen bis tief in die Nacht hinein Schlange stehen.

16. 'Auf der Kappel' nennt man bis heute den Bereich oberhalb der Stützmauer im Mühlberg. Die eigentliche Kappel war das eingezwängte, schmale Gebäude mit der Dachgaube. Zuletzt wohnte Jakob Hahn darin. Das Haus davor, mit dem schönen Fachwerkgiebel, gehörte dem Wagner, Johannes Brielmann, der seinen Betrieb 1938 in die Gustav-Schöller-Straße verlegte. Sein ehemaliges Haus verkaufte er an Jakob Haug, Schuhmacher. Im Frühjahr 1954 wurde es samt der benachbarten Kappel im Zuge der StraBenerweiterung abgebrochen. In dem Haus am linken Bildrand gründete Otto Schneider, 'Nudler' ,im Jahre 1927, seine heutige Eierteigwarenfabrik, die er 1949150 nach Mössingen verlegte. Das hiesige Wohnhaus mit Laden erwarb 1953 Emil Schmied. Dessen Ehefrau Frida führte das 'Kappel-Lädle' bis 1969 weiter.

17. Die 'Kappel', eine schon seit Jahrhunderten als Wohngebäude dienende einstige Kapelle mitten im Dorf zeigt auf der Seite noch ein im Halbrund schließendes Portal. Dieser Satz findet sich in der Rottenburger Oberamtsbeschreibung von 1899. Daß wir uns dieses Portal heute noch bildhaft vorstellen können, verdanken wir Hauptlehrer Jakob Mozer, der von 1919 bis 1925 in Öschingen war. Er hat sich mit seiner Frau, in alter Öschinger Tracht, vor dem historischen Gemäuer der Kappel dem Fotografen gestellt. Das mittelalterlich anmutende, niedrige Portal, läßt etwas erahnen von der primitiven Wohnbehausung, die sich dahinter verbarg. Die Kappel und drei weitere Gebäude blieben vom Feuer verschont, als 1649 infolge der damaligen Kriegswirren, der ganze Ort zu Grunde gerichtet wurde.

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18. Das Haus von Christian Herrmann (Obergasse 41) wurde um 1874 erbaut. Eigentümerwar damals Matthias Ankele 'Beek', der Großvater von Bäcker Eugen Ankele im Oberdorf. Seine Erben verkauften 1898 das Haus an Matthias Herrmann, den Vater von Christian Herrmann. Wir sehen ihn im Bild auf der Treppe. Sohn Christian Herrmann (1887-1949) arbeitete in seinem Elternhaus als Schuster und betrieb darin eine Zeit lang eine kleine Handlung. 1934 wurde er Bademeister im neuerbauten Freibad und unterhielt dort einen Kiosk. Unser Bild um 1925 zeigt ihn vorne links. Neben ihm sein Sohn Alfred (1942 vermißt), Ehefrau Friederike geborene Rein, Tochter Else verh. Strasdeit und Sohn Gerhard (1944 gefallen). Links am Bildrand das sogenannte Kloster, das den Dreißigjährigen Krieg heil überstanden hat.

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