Öschingen in alten Ansichten

Öschingen in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Martin Schneider
Gemeente
:   Öschingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4561-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Öschingen in alten Ansichten'

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19. Diese Federzeichnung von Paul Eisele zeigt die beiden Gasthäuser 'Hirsch' und 'Krone'. Der 'Hirsch' (links) ist die älteste Wirtschaft von der wir in Öschingen wissen. Sie ist schon 1729 erwähnt. Ihre Geschichte liegt noch sehr im Dunkeln. Allgemein weiß man, daß die ältesten Schildwirtschaften in Württemberg den Namen 'Hirsch' führten. Unser 'Hirsch' wurde 1979 abgebrochen. Die 'Krone' in der Bildmitte ist die älteste noch bestehende Wirtschaft. Erster Kronenwirt war Paulus Schneider (1722-1783). Auf ihn folgten Balthas Schneider (1750-1785), Michel Kuppler (1762-1826), Michel Kuppler (1796-1858), Martin Eillier (1837-1892), Matthias Eißler (1866-1936), Martin Eillier (19131970) und Gerd Eißler (geb. 1960). Letzterer hat nach gründlicher Renovierung die 'Krone' 1986 wiedereröffnet.

20. Die Gastwirtschaft 'Zum Adler' befindet sich seit 1959 in diesem stattlichen Haus. Hans König, auf dem Foto ganz links neben seiner Mutter, hat seinerzeit den landwirtschaftlichen Teil seines Elternhauses zu einer Wirtschaft umgebaut. Von 1911 bis 1953 befand sich im Erdgeschoß des Hauses der alte Konsum. Im Mittelteil des Hauses wohnten die Eltern von Adlerwirt Hans König, Martin und Margarethe König. Im obersten Stock waren Johannes und Barbara König (Nähbärbele), die Eltern von Schuldirektor a.D. Karl König, zuhause. Schon vor dem Konsum, betrieb Johann Martin Reiff, ein Urgroßvater des Adlerwirts, der aus Gönningen stammte, hier von 1857 bis 1891 einen Krämerladen und Samenhandel. Der 'Reiffenbuckel', wie der Mühlberg auch genannt wird, hat von ihm seinen Namen.

21. Das Haus von Jakob Schlauch stand einst dicht neben dem Gasthaus' Adler' und war mit der Giebelseite vorne an die Straße gebaut. Im Sommer 1970 war es eines der ersten Häuser, die wegen der neuen, breiteren Ortsdurchfahrt abgerissen werden mußten, obwohl einst sogar noch Platz für ein Vorgärtchen war. Der Türsturz des altertümlichen Fachwerkhauses enthielt die Jahreszahll606. Im Haus wohnte einst Jakob Schlauch, Metzger, mit Ehefrau Gottliebin geborene Werner. Sohn Georg Schlauch wurde auch Metzger und lebte später mit seiner Familie in der Obergasse. Tochter Maria verheiratete sich mit Gottlieb Hagenbach, starb aber schon bald nach der Geburt ihres Sohnes Jakob Hagenbach. Tochter Rosa blieb ledig und wohnte zusammen mit Jakob Hagenbach und seiner Familie im abgebildeten Elternhaus.

22. Dieser prächtige Heuwagen wurde um 1925 in der 'Neuwies' fotografiert. Das Bild verdeutlicht uns sehr schön die verschiedenen Funktionen beim Beladen des Wagens: Bieten, Laden und Zusammenrechen.Metzger Georg Schlauch hat mit seiner langstieligen Heugabel seinem Vater Jakob Schlauch das dürre Heu auf den Wagen geboten. Dieser hat es fachgerecht gelegt und festgetreten. Das Zusammenrechen war Sache der Frauen. Wir erkennen Rosa Schlauch (rechts) mit ihrer Mutter Gottliebin geborene Wemer. War der Wagen beladen, wurde früher noch das lose herunterhängende Heu abgekämmt. - Wer erinnert sich nicht gern an das erhebende Gefühl, wenn man als Kinder, hoch über den Köpfen der Erwachsenen thronend, auf einem solchen Heuwagen heimfahren durfte.

23. Dieses Haus in der 'Mitteigaß' wurde im Jahre 1910 von Georg Haug erbaut. Sein gegenüberliegendes Elternhaus mußte im Juli 1986 dem Straßenbau weichen. Bis 1947lebte dort sein Bruder, Postbote Gottfried Haug, der jeden Morgen die Post von Mössingen hierher beförderte. Wir sehen ihn rechts in Uniform. Neben ihm der Bruder Georg Haug mit Ehefrau Barbara geborene Schneider. Als Georg Haug 1953 verstarb, wurde sein Haus 1954 an die Eheleute Erwin und Elise Löffler verkauft. Erwin Löffler betrieb im Haus eine Autowerkstatt und eine Tankstelle. Nachdem sein Sohn Uli Löffler 1966 die heutige Tankstelle am Ortsrand erstellte, wurde das abgebildete Haus 1970 an die Eheleute Adolf und Rosa Buck verkauft. Deren einstiges Anwesen im Mühlberg wurde noch im selben Jahr abgerissen.

24. 'Sattlers Haus' in der Mittelgaß wurde schon 1973 im Hinblick auf die neue Ortsdurchfahrt abgerissen. Auf unserem Foto um 1926 führte die Treppe noch senkrecht zum Haus. Gehwege und Makadambelag waren noch unbekannt. Sattler Johannes Rempfer, im Bild mit Ehefrau Barbara und Sohn Hans (1943 vermißt), hat sich 1913 in seinem Elternhaus eine Sattlerwerkstatt eingerichtet. Zuvor arbeitete er in der Fremde, vorwiegend in der Schweiz. Hauptsächlich war es Geschirr für die Zugtiere, was es herzustellen und zu flicken galt. Sohn Fritz Rempfer, dessen Wohnhaus heute an Stelle der einstigen Scheuer steht, führt das aussterbende Handwerk bis heute noch fort. Sein Vater, der 'alte SattIer', war lange Zeit der älteste Oschinger Einwohner, bevor er 1982, 95jährig, verstarb.

25. Das Haus vom 'Buchbinder-Konrad' hat sein Gesicht sehr verändert. Der groBe Stall im Erdgeschoß wirkte einst wie eine FuBbodenheizung für die darüberliegenden Wohnräume. Im Jahre 1964 wurde an seiner Stelle zusätzlicher Wohnraum geschaffen und das ganze Haus gründlich renoviert. Bei früheren Dachumdeckungsarbeiten an diesem Haus ist am 26. Juli 1929 der Zimmermann Wilhelm Buck zu Tode gestürzt. Der gelernte Buchbinder Konrad Schneider arbeitete bis zum Kriegsbeginn 1914 in der Fremde. Im Jahre 1926 heiratete er in das abgebildete Haus ein. Sein Schwiegervater Johannes Frey betrieb darin bis 1913 eine Schlosserei. 'D'r Buchbinder' ist mit seinem herzerfrischenden Humor und seiner Vorliebe für schwäbische Verse bei vielen Öschingern bis heute noch in lebendiger Erinnerung.

26. Es müssen ruhigere Zeiten gewesen sein, als man sich noch gefahrlos mitten auf der Hauptstraße zu einem Gruppenbild versammeln konnte. Unser Foto wurde anläßlich der Turnhalleneinweihung am 1. September 1912 auf der 'Kreuzstraße' vor dem alten Lamm 'geschossen'. Die Häuser sind mit Girlanden und Kränzen festlich geschmückt. Die weiBgekleideten Festjungfrauen tragen Schleifen in den damaligen Landesfarben: schwarz-weiß-rot. Über ihren Köpfen ragt mit Vollbart, der Vorstand des Turnvereins, Hauptlehrer Johann Georg Beek hervor. Die Turner selbst erkennt man leicht an ihrer kniebundhosenartigen Turnertracht. Links auBen sehen wir in weiBen Schürzen, Metzger Christof Bader und seine Frau, das 'Lamm-Bärbele'. Die Lamm-Wirtsleute hatten damals das Geld für den Turnhallenbau vorgestreckt.

27. Das Gasthaus 'Zum Lamm' befand sich bis 1928 in diesem Haus in der Reutlinger Straße 21. Man erkennt vorne noch den einstigen Brunnen. Erster Lammwirt war Matthäus Buck (1748-1828). Er war ein Bruder des ersten Rosenwirts. Sein Urenkel Johannes Buck (1853-1905) wurde ab 1882 Lammwirt. Wir sehen ihn auf Bild Nr. 36. Seine Tochter Barbara, das 'Lamm-Bärbele', verheiratete sich 1902 mit Christof Bader, Metzger, dem späteren Lammwirt. Christof Bader (1873-1958) war es auch, der 1928 das Gasthaus auf die gegenüberliegende Straßenseite verlegte, nachdem er dort zuvor neue Wirtschaftsräume und einen großen Saal neu erstellt hatte. Er übergab das Gasthaus mit Metzgerei an seinen Sohn Adolf Bader (1906-1977). Seit dessen Tod führt Ehefrau Klara geborene Pfau das 'Lamm' alleine weiter.

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28. Eine Hochzeit brachte früher willkommene Abwechslung in den dörflichen Alltag. Meist wurde die ganze Einwohnerschaft durch Ausschellen eingeladen. Noch früher beauftragte man eigens einen 'Hochzeits-Bitter', der etwa mit folgendem, noch überliefertem Versle, von Haus zu Haus die Leute einlud: Godan-Obed i be dol was e will, des wisset 'r jol dr Schmiedle hot sei Annele gnommal 'r sollet au zur Hauzet komma! Vor der Hochzeit wurde oft tagelang bis in die Nacht hinein gebacken. Meist soviel, daß man dem Pfarrer und Schulmeister auch noch ein Kranzbrot ins Haus schicken konnte. Nach der kirchlichen Trauung wurde im Wirtshaus ausgiebig gefeiert. Dabei lernten sich nicht selten künftige Brautpaare kennen. Unser Bild zeigt eine Hochzeitsgesellschaft im Jahre 1923 vor dem alten 'Lamm'.

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