Öschingen in alten Ansichten

Öschingen in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Martin Schneider
Gemeente
:   Öschingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4561-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Öschingen in alten Ansichten'

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29. Der Gesangverein 'Liederkranz' wurde im Jahre 1899 gegründet. Unser Bild zeigt die stolze Vereinsfamilie anläßlich der Fahnenweihe am 13.114. Juni 1936 vor dem 'Lamm'. Das damalige Fest war ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Es beteiligten sich zehn Vereine mit ca. 400 Mitgliedern und über 1 000 sonstige Festgäste. Der Öschinger Liederkranz bestand damals aus einem Männer- und einem gemischten Chor mit rund neunzig aktiven Sängern und Sängerinnen. Chorleiter war Hauptlehrer Hermann Schober. Er vertonte auch den Öschinger Sängerspruch 'Dort wo der Öschenbach ... ' . Auf unserem Bild ist er in der ersten Reihe der Sechste von links. Rechts von ihm Martin Kehrer, Christof Bader, Georg Schneider, Gotthilf Luz und Ewald Schö11er; ganz rechts, Festdamenführer KarlMaier.

30. Das 'Wolfen-Haus' in der Keltergasse hat seinen Namen von Schulmeister Johannes Wolf (18531925). Er war Lehrer in Undingen und verheiratete sich 1878 mit Rosine geborene Rudolf aus dem abgebildeten Haus. Ihr Vater Johann Jakob Rudolf hatte das Anwesen von seinen Schwiegereltern, Schulmeister Jakob Friedrich Herrmann und Rosine geborene Kuppler, geerbt. Das Haus selbst wurde um 1858 neu erbaut, an Stelle eines alten Gebäudes, das mit der Längsseite zur Untergasse stand. Die Söhne von Lehrer Wolf, Adolf und Wilhelm, verheirateten sich auswärts. Die Töchter Rosa und Frida blieben ledig und wohnten im Elternhaus. Frida, die letzte der Familie, verstarb hier im Jahre 1981. Im Volksmund wird die Keltergasse heute noch nach den einstigen Anwohnern als 'WolfenBuckel' bezeichnet.

31. Dieses schöne Kuhfuhrwerk wurde im Jahre 1902 am 'WolfenBuckel' aufgenommen. Im Hintergrund erkennt man das Fachwerkhaus von Johannes Rein in der Untergasse, in dem später Konrad Freywohnte. Auf der rechten Seite ragt der Giebel des Forsthauses ins Bild. Der vollbärtige Fuhrmann ist Martin Schneider (1864-1943), der Großvater von Marie Schuhr. Seine beiden Kühe müssen sich an dem steilen Buckel gewaltig 'ins Zeug legen'. Bequeme und ebene Wege waren in Öschingen schon immer rar und so mußten sich Mensch und Vieh früher oft arg schinden. Noch vor dreißig Jahren wurde beispielsweise das Heu mühsam mit Kuhfuhrwerken von den Allmandteilen auf Filsen und Rafnach nachhause geholt. Als Letzte im Dorf fuhren Hermann Lachenmann und Georg Schlauch noch bis etwa 1963 mit ihren Kuhgespannen.

32. Diese etwas mißglückte Aufnahme zeigt das Anwesen von Waldmeister Adolf Kuppler in der Untergasse 28. Als um 1925 das Bild aufgenommen wurde, wohnten im Erdgeschoß des Hauses noch der 'Schmied-Hannes', Johannes Schneider und seine Schwester, die 'Schmied-Kathree' , die wir vorne im Bild sehen. Die Schmiedewerkstatt ist am rechten Bildrand noch angedeutet. Im ersten Stock des Hauses lebte damals Johannes Schneider, genannt 'Bach- Hannes'. Er wohnte zuvor 'im Bach'; daher sein Name. Zusammen mit seinem Sohn Wilhelm erbaute er 1929 das Haus Untergasse 42 (heute Willy Schneider). Die ehemalige Wohnung erwarb daraufhin Adolf Kuppler, der von 1938 bis 1962 Waldmeister in Oschingen war. Von ihm ging das Anwesen an Tochter Hedwig und deren Ehemann Ernst Eißler über.

33. Im 'hinteren Hau' im Bachösch, hat Waldmeister Adolf Kuppler hier 'seine Hand an den Pflug gelegt' - aber nur während der Verschnaufpause für das Bild. Ansonsten erforderte die schwere Arbeit des Pflügens früher ein kräftigeres Zufassen. Die hochgekrempelten Ärmel deuten darauf hin. Das Kuhgespann führt Ehefrau 'Gretle', denn auf gerade, gleichmäßige Furchen legte man Wert. Tochter Hedwig steht neben ihrem Vater. Weil der Pflug das wichtigste Ackergerät ist, sagt man in Öschingen zum Pflügen schlechthin 'z' Acker gehen'. Zu Acker ging man zu folgenden drei Hauptzeiten: im Frühjahr zum 'Häbern', im Sommer nach der Ernte zum 'Stürzen' der Stoppeläcker und im Herbst nach der Kartoffel- und Rübenernte zum 'Säen' der Winterfrucht.

34. Unser Bild zeigt die Untergasse im Jahre 1917. Damals wurde in Öschingen noch vereinzelt Hanf angebaut und verarbeitet. Vor dem Haus des Johannes Rein ('Stübles-Hannes'), erkennen wir dessen Frau Barbara geborene Diether mit Kopftuch. Davor deren Mutter 'Amei' , die mit der 'Breche' die handlichen Hanfbüschel bricht, die über dem Lattenzaun zum Dörren hängen. Hanf- und Flachsanbau waren früher, als man Baumwolle noch nicht kannte, von größerer Bedeutung. In vielen Häusern des Ortes standen Webstühle und jahrhundertelang wurden alle Stoffe für Kleidung, Bett- und Tischwäsche in den eigenen Familien hergestellt. In der Bildmitte erkennen wir noch das 1977 abgebrochene 'Vorstandshaus' des Konrad Schneider. Er war einst Vorstand der Spar- und Darlehenskasse.

35. Noch ein Bliek in die Untergasse um 1916. Diesmal steht der Fotograf vor dem Haus von Amtsdiener Kar! Rein. Links sehen wir das ehemalige Haus von Straßenwart Wilhelm Herrmann. Man nannte es 'die Einfahrt' , weil die rechte Giebelseite so dicht ans Nachbarhaus gebaut war, daß man nur durch eine tunnelartige Einfahrt unter dem oberen Stockwerk hindurch in die dahinterliegende Scheuer gelangen konnte. Schon 1922 wurde die 'Einfahrt' abgebrochen und die dahinter befindliche Scheuer zu einem Wohnhaus umgebaut. Der etwas ungewöhnliche Fuhrmann mit Anzug und Krawatte ist Christian Schöller. Er starb 1945 bei einem Luftangriff in Reutlingen. Auf dem Wagen von links, Johanna Rein, Barbara Eißler und Arthur Ammann. Daneben mit Kopftuch, Emilie Ayen und Emilie Rein.

36. Eines der ältesten Geschlechter in Öschingen ist das der 'Buck'. Schon 1522läßt sich der Familienname hier nachweisen. Unser Bild um 1871 zeigt die 13köpfige Familie des Johannes Buck (18241894). Er wird es nicht immer leicht gehabt haben, seine stattliche Kinderschar satt zu kriegen. Einst soll er gesagt haben, wenn er am Vespertisch sitze, dürfe er sich nicht zum Fenster umdrehen, sonst sei der Mostkrug leer. Hinten stehen von links: Johannes (Lammwirt), Martin (Tanzgraben), Ursula Barbara verh. Schneider (Urahne des Verfassers), und Wilhelm (Gönningen). Vorne: Katharina verh. Mauser, Jakob (Bronnweiler), August (Müller in Gönningen), Gottlieb (Obergasse), Mutter Maria Katharina geb, Eißler, Vater Johannes, Gottliebin (Bronnweiler), Matthias und Christoph.

37. Das 'Bucka-Deissa-Haus' an der Ecke Reutlinger StraßelUntergasse wurde im Juli 1978 wegen der geplanten neuen Ortsdurchfahrt abgerissen. Benannt war das Haus nach Matthias Buck (18591915), den wir auf dem vorigen Bild als Kind gesehen haben. Das Anwesen stammte von seinem Großvater mütterlicherseits, Johann Martin Eißler, der von 1820 bis 1852 in Oschingen Schultheiß war. Von Matthias Buck ging das Haus an Tochter Frida verh. Schneider, danach an deren Tochter Frida verh. Rudolf über. Sie war die Mutter von Willi Rudolf, der zwischenzeitlich an anderer Stelle des Grundstücks einen Neubau erstellt hat. Auf unserem Bild aus neuerer Zeit ist das alte Fachwerk des Hauses leider nicht mehr zu erkennen. Auf einer Dachplatte war als Baujahr des Hauses die Jahreszahll707 eingraviert.

38. Ganz Öschingen war auf den Beinen, als man sich, vermutlich 1933, auf der Kreuzung vor dem 'Lamm', zu einem Umzug mit dem festlich geschmückten Erntewagen versammelte. Solche Umzüge waren im Dritten Reich anläßlich von l.-Mai-Feiem oder Erntedankfeiern allgemein üblich. Wie zufällig ist links noch das Haus von Christoph Buck (1866-1934) mit auf dem Bild. Ihn selbst haben wir schon als Kind auf dem Familienbild (Nr. 36) kennengelernt. Unser Foto zeigt noch deutlich, wie das ursprüngliche Wohnhaus einmal aufgestockt wurde. Im Sommer 1985 wurde es abgerissen. Von den zehn Kindern des 'Bucka-Christoph' war Sohn Martin von 1946 bis 1954 hier Bürgermeister. Als letzte der Geschwister Buck starb Marie im Jahre 1984. Sie war einst Dienstmädchen bei Carlo Schmid in Tübingen.

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