Öschingen in alten Ansichten

Öschingen in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Martin Schneider
Gemeente
:   Öschingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4561-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Öschingen in alten Ansichten'

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39. Unser Bild um 1925 zeigt den Küfer Martin Brielmann (1873-1956) vor seinem Haus in der Reutlinger Straße 29. Schon sein Vater Karl Brielmann betrieb hier seit 1875 eine Küferei. Damals gab es in Öschingen noch vier Küfer gleichzeitig. Sie hatten in guten Obstjahren alle genug zu tun. Gottlieb Brielmann, ein Bruder des abgebildeten Martin Brielmann, verheiratete sich 1896 nach Mössingen und betrieb dort ebenfalls eine Küferwerkstatt. Martin Brielmann richtete hier noch 1949 eine hydraulische Mosterei ein. Diese wird bis heute von seinem Enkel Karl Brielmann, dem letzten Küfer im Ort, weiterbetrieben. Unser Foto zeigt neben Martin Brielmann seine Nichte und Nachbarin Anna Rempfer mit Sohn Alfred Rempfer, Schäfer. Links ist Elise Löffler als 'Kindsmagd' mit auf dem Bild.

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40. Wir sehen Wohnhaus und Werkstatt von Wilhelm Eißler, Schlosser. Er selbst steht mit den Söhnen Wemer und Horst vor seiner Tankstelle. Beim Abbruch der Werkstatt um 1975 fand man von ihm folgende einbetonierte Flaschenpost: Dieser Bau wurde erstellt im Jahre 1932 von Wilhelm Eißler, Schlosser und seiner Ehefrau Emma geb. Wagner. Die Zeit nach dem Weltkrieg war für die Landwinschaft besonders schlecht, deshalb wurde Scheuer und Stall abgebrochen und eine mechanische Werkstätte erbaut. Da Automobil und Motorrad sich einbürgerten, war auf Reparaturbetrieb und Fahrzeughandel eine bessere Verdienstmöglichkeit zu erblikken. Im Übrigen war in Stadt und Land große Not und Elend. In Deutschland waren allein ca. 8 Millionen arbeitslose Menschen ... In der Hoffnung auf Gott und bessere Zeiten ...

41. Dieses Bild zeigt noch einmal das Wohnhaus von Wilhelm Eißler, Schlosser; diesmal von der anderen Seite. Das 1970 abgebrochene Haus war einst in zwei Eigentumshälften aufgeteilt. Im rechten Hausteil wohnte vor Wilhelm Eißler, dessen Schwiegervater Johann Martin Wagner (1853-1924). Dieser betrieb im ersten Stock des Hauses eine Bäckerei. Im linken Hausteillebte bis 1935 der Amtsdiener Jakob Schneider. Seine Ehefrau Marie geborene Ankele (gestorben im Jahre 1942) war lange Zeit die Ösehinger Hebamme. Ihre Tochter Marie verheiratete sich 1926 mit dem Schuhmacher Kar! Maier aus Mössingen. Wir sehen ihn als zweiten von rechts vor seiner einstigen Werkstatt. Um 1927 baute er seine Scheuer zu Wohnhaus um und führte darin ein kleines Schuhgeschäft. Heute ist in diesen Räumen die Kreissparkasse untergebracht.

42. Diese GruBpostkarte aus Öschingen trägt das Datum vom 29. Dezember 1900. Das hervorgehobene Gebäude im Bildmittelpunkt ist das 'Gemischte Warengeschäft von Otto WeiB'. Vermutlich gab dieser die Karte einst in Auftrag. Otto Weiß war der Sohn von Schulmeister Johannes WeiB. Er betrieb als Kaufmann und Mehlhändler von 1882 bis 1911 diesen Laden. Die Postkarte selbst ist an Gottlieb Schneider, Kaufmann in Tübingen, adressiert. Dieser ahnte damals noch nicht, daB er nach seinen Lehr- und Wanderjahren einmal selbst in dem abgebildeten Haus einen Laden führen würde. Seine Geschwister schrieben ihm damals:

Lieber Gottlieb, bist du an Weihnachten gut heimgekommen? Wenn du an Neujahr heimkommst, so bringe auch ein Pfund Stärke undfür JO Pf Borax mit. Viele Grûße ...

43. Gottlieb Schneider (GroBvater des Verfassers), erwarb bei einer Zwangsversteigerung im November 1911 das frühere Ladengeschäft des Otto WeiB. Er eröffnete darin am 2. Januar 1912 eine 'Manufaktur-, Kolonial- und Spezereiwarenhandlung' . Im Jahre 1933 wurde die linke Haushälfte mit Wohnung und Laden durch einen Neubau ersetzt. Die Scheuer blieb unverändert. In seinem Laden führte 'Kaufmann Gottlieb' von 1923 bis 1949 auch die Geld- und Warengeschäfte der Spar- und Darlehenskasse. Nach dem Zweiten Weltkrieg trat der Sohn Paul Schneider mit in das elterliche Geschäft ein. Nach dem Tod des Vaters, 1969, ist er zum 'Gottliab' für die Oschinger geworden und nicht selten wird er bis heute als solcher angeredet. Unser Bild zeigt ihn mit seiner Mutter Barbara geborene Rempfer und Marie Hagenbach.

Oe, chingen.

Gasthof zur "Rose" VO" M. Buck.

44. Das Gasthaus 'Zur Rose' steht erst seit 1842 an der heutigen Stelle 'im Bach'. Ursprünglich befand sich die 'Rose' im Oberdorf, im Haus von Ortsbauemführer Konrad Schneider (BolbergstraBe 41). Erster Rosenwirt war dort Georg Adam Buck (1772-1842), jüngster Sohn des gleichnamigen Schultheißen. Sein Nachfolger als Rosenwirt wurde sein Neffe Matthias Buck (1799-1865), Lammwirts Sohn. Im Folgenden ging die Wirtschaft immer vom Vater auf den Sohn über. Es folgten Johannes Buck (1828-1880), Matthias Buck (1863-1939), Christian Buck (1888-1963) und Kurt Buck (geboren 1932). Christian Buck eröffnete 1911 im Gasthaus zusätzlich eine Metzgerei. Sein Sohn Kurt Buck gab 1969 den Wirtschaftsbetrieb auf. Die Metzgerei renovierte er 1981 grundlegend und führt sie bis heute erfolgreich weiter.

45. 'Zur Pflege körperlicher Leibesübungen' wurde am 16. Juli 1926 in Öschingen ein Radfahrerverein gegründet. Vorstand war Kar! Maier, Schuhmacher. Der Verein hatte keine lange Lebensdauer. Unser Bild entstand vor dem Metzgerladen der Rose' anläßlich eines Festes. Das Gasthaus ist mit viel Tannengrün festlich geschmückt, Auch die Radfahrer zeigen sich von der besten Seite. Ihre Fahrràder haben sie mit bunten Blumensträußen geschmückt und die Radspeichen mit Papiergirlanden durchflochten. Die superleichten 1G-Gang-Räder von heute haben mit den 'Stahlrössern' von damals nur noch wenig gemein. Die Zweiräder im Vordergrund gehören von links zu Adolf Walter , Lydia Berie, Alfred Rempfer, Rosa Zeeb, Robert Schneider (mit Schrifttafel) , Marie Schneider und Alwin Schneider.

46. 'Im Bach' nannte man früher die Reutlinger Straße von der Öschenbach-Brücke an dorfauswärts. Entsprechend wurde die Feldflur jenseits des Öschenbachs als 'Bachösch' bezeichnet. Unser Bild zeigt den Straßenbereich gegenüber der Metzgerei Buck. Im Vordergrund erkennen wir noch das einstige 'Waag-Häusle'. Dahinter stand einst eine riesige Pappel. Der Schuppen gehörte zum Gasthaus 'Zur Rose', Das kleine Anwesen im Hintergrund wurde scherzhafterweise das 'Schlößle' genannt. Es wurde 1971 abgebrochen. Einst wohnte Jakob Mauser mit seiner Familie darin; zuletzt noch seine Tochter Marie verh. Hummel. Die ältesten Einwohner erinnern sich auch noch an das 'Anna-Bärbele' eine geborene Kuppler, die von 1891 bis 1913 im 'Schlößle' einen Krämer- und Spezereiwarenladen führte.

47. Ein weiteres Bild vom 'Bach'. Diesmal sehen wir die andere Straßenseite mit dem Gasthaus 'Zur Rose' im Vordergrund. Durch einen stattlichen Querhausaufbau wurde dieses Anwesen 1905 wesentlich vergrößert. Im Jahre 1907 errichtete Rosenwirt Matthias Buck hinter seinem Gasthaus eine Kegelbahn. Diese wurde schon 1911 zweckentfremdet als erster Fabrikraum von der Firma Schöller genutzt. Zwischen der 'Rose' und dem 'Gottlieb' erkennen wir noch das ehemalige Haus von 'MetzgerBälthes', Balthas Rempfer. Sein Sohn Christoph Rempfer fie11944 in Italien. Die hinterbliebene Ehefrau Rosine geborene Kuppler wohnte mit Tochter Hanna verh. Luz bis 1963 in diesem Haus. Dann wurde das Anwesen verkauft und 1969 abgebrochen. In den Jahren 1970n1 erstellte Karl Brielmann an gleicher Stelle einen Neubau.

48. Dieses Haus von Georg Brielmann, Reutlinger Straße 42, wurde um 1864/65 von seinem Urgroßvater Michael Brielmann erbaut und blieb seither im Familienbesitz. Unser Bild zeigt das Anwesen noch mit einem typischen Zwerchhausaufbau. Auf diese Art und Weise wurde vor allem anfangs des Jahrhunderts noch in vielen alten Häusem zusätzlicher Wohnraum gewonnen. Neben der einst senkrecht zum Haus führenden Steintreppe erkennt man noch eine einfache Tankstelleneinrichtung, die Georg Brielmann nebenbei betneb. Das Geschlecht der Brielmann läßt sich iJ,1 Öschingen bis 1709 zurückverfolgen. Damals verheiratete sich ein Johannes Brielmann (1680-1758) aus dem oberen Thurgau in der Schweiz, hier mit einer Anna Schneider. Am rechten Bildrand sehen wir nochmal einen Teil des ehemaligen 'Schlößle'.

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