Öschingen in alten Ansichten

Öschingen in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Martin Schneider
Gemeente
:   Öschingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4561-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Öschingen in alten Ansichten'

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69. Diese Aufnahme vom Haus des 'Schorscha-Hannes' stammt aus neuerer Zeit. Trotzdem ist noch der einstige, kleinbäuerliche Charakter des Anwesens zu erkennen. Der Zugang zur Wohnung erfolgte über eine überdachte Außentreppe, eine sogenannte Altana (=Altan). 'Schorscha-Hannes', Johannes Krumm (1880-1968) gehörte zu den ersten Fabrikarbeitern, die täglich zu Fuß in die Bronnweiler Buntweberei 'Bernheim' zur Arbeit gingen. Sein Elternhaus haben wir schon kennengelernt (Bild 13). Aus dem obigen Haus stammte seine Frau, Gottliebin geborene Buck. Mit ihr hatte er sechs Kinder. Die Söhne Georg und Wilhelm wanderten 1926 bzw. 1925 nach Amerika aus. Als 1968 das Elternhaus abgebrochen wurde, konnte Sohn Reinhold Krumm sein daran angebautes Wohnhaus (Bolbergstraße 76) beträchtlich erweitern.

70. Bis zur Fertigstellung der Leichenhalle im November 1971 war ein Leichenzug mit Pferdewagen in Öschingen noch ein gewohntes Bild. Die Verstorbenen mußten bis zur Beerdigung zu Hause aufgebahrt werden. Der Sarg wurde früher noch vom Trauerhaus zum Friedhof getragen; erst ab 1942 fuhr man dann mit dem Leichenwagen. Der Trauerzug gliederte sich in einen männlichen und einen weiblichen Teil, dem jeweils die nächsten Angehörigen vorangingen. Auf dem Weg zum Friedhof schlossen sich weitere Trauergäste an. Unsere Bilder zeigen den mit Kränzen geschmückten Leichenwagen in der Obergasse. Mit den beiden 'schwarzgekleideten' Pferden fahren hier Wilhelm Luz (links) und Jakob Egerter. Inzwischen hätte man bestimmt Mühe, für den Leichenwagen noch zwei geeignete Pferde im Ort zu finden.

71. Für die Gefallenen und Vermißten des Ersten Weltkriegs ließ die Gemeinde im Jahre 1922 auf dem Friedhof dieses Ehrenmal errichten. Die Einweihung des Denkmals fand am 26. November 1922 unter Teilnahme sämtlicher hiesiger Vereine und der gesamten Einwohnerschaft statt. Die Gemeinde Öschingen beklagte 28 Männer, die nicht mehr in die Heimat zu den Ihren zurückkamen. Im Jahre 1961 wurde im Zuge der Friedhofserweiterung das heutige, neue Gefallenenehrenmal errichtet. Ein Kreuz mit sechs Schrifttafeln, auf denen nun zusätzlich die 35 Gefallenen und 22 Vermißten des Zweiten Weltkriegs Platz fanden. Die Entfernung des alten Ehrenmals in diesem Zusammenhang, bedauern bis heute noch viele Gemeindeglieder, denen durch viele Jahre der Trauer und des Schmerzes, dieser Gedenkstein liebgeworden war.

72. Der Öschinger Jünglingsverein wurde bereits 1891 von dem damaligen Pfarrvikar Keppler und Schullehrer Eugen Herrmann gegründet. Die ersten Zusammenkünfte fanden im ErdgeschoB der Schule statt, später versammelte man sich im alten Schulhaus bei der Kirche und ab 1912 wurde das neuerbaute Gemeinschaftshaus zur Vereinsheimat. Die Jungschararbeit wurde hier im Mai 1931 von Jakob Ankele und Johannes Kuppler begonnen. Im selben Jahr noch setzten die Jünglinge ihre ganze Energie daran, einen eigenen Spielplatz zu errichten. Mit vereinten Kräften und dem abgebildeten Pferdefuhrwerk des alten Wilhelm Merk wurde in mühsamer Handarbeit das 'Steig-Plätzle' verebnet. Rechtzeitig zum 40jährigen Vereinsjubiläum konnte am 2. August 1931 der Spielplatz feierlich eingeweiht werden.

73. Schon bald nach Fertigstellung des Spielplatzes an der Steige erstellte Zimmermann Erwin Schenk dort mit vielen freiwilligen Helfern diese schmucke Schutzhütte. An der Stirnseite erkennen wir das Eichenkreuz, das bis heute für die Sportarbeit im CVJM steht. Sport, Spiel und Wandern waren neben dem Wort Gottes schon immer Bestandteile der CVJM- Vereinsarbeit. Im Dritten Reich wurden diese Aktivitäten allerdings schon sehr bald eingeschränkt. Das Steighäusle wurde im Lauf der Jahrzehnte baufällig. Durch jugendliche Zerstörungslust ist es in den siebziger Jahren vollends zugrunde gerichtet worden. Es wäre wünschenswert, wenn das romantische Steigplätzle künftig mit einem neuen Häusle wieder ein Stück von seiner einstigen Attraktivität zurückgewinnen könnte.

74. Das Öschinger Schwimmbad war das erste im heutigen Tübinger Kreisgebiet. Bereits im Juli 1933 beschloß der Gemeinderat, auf dem Gemeindeplatz beim Hagnachbach ein Freibad zu errichten, nachdem ein Großteil der Dorfjugend sich bereit erklärt hatte, sämtliche anfallenden Grabarbeiten unentgeltlich auszuführen. Schon ein Jahr später, am 17. Juni 1934, konnte im Rahmen der 'Reichsschwimmwoche' das Öschinger Bad festlich eingeweiht werden. Wie man auf dem Bild erkennt, wurden zunächst nur zwei Seiten des 12 x 36 Meter großen Beckens betoniert, die andern beiden Seiten mit Rasen besetzt. Erster Bademeister wurde Christian Herrmann. Im ersten Jahr hatten die einheimisehen Badegäste freien Eintritt, Auswärtige bezahlten 0,20 RM für eine Einzelkarte, oder 2 RM für eine Jahreskarte.

75. Seit 1896 gab es in Öschingen eine Jungviehweide. Die landwirtschaftlichen Bezirksvereine Tübingen, Rottenburg und Herrenberg hatten das ganze Gebiet vom 'Hößbrunnen' bis hinaus zum 'Hirschhäusle' gepachtet. Das Weidegebiet umfaßte 112 Morgen Land (etwa 35 ha) und war von einem 5 300 m langen Zaun umgeben. Das abgebildete Viehhaus stand im Bereich der heutigen Tennisplätze. Davor erkennt man die beiden Viehhüter Johannes Rein (vorne) und Georg Hägele (siehe auch Bild 7). Jedes Frühjahr kamen etwa 80 Kälber und 20 Fohlen aus dem ganzen Oberamt mit der Bahn nach Mössingen. Von dort aus wurde aufgetrieben. Im Jahre 1919 wurde die Jungviehweide vorzeitig aufgelöst. Die Öschinger wollten das große Areal zur Futtergewinnung für die eigene Landwirtschaft nutzen.

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76. Der weithin sichtbare Roßberg ist nicht nur Markenzeichen eines einheimischen Nudelfabrikanten, sondern ein Wahrzeichen von Öschingen schlechthin. Um 1820 trug die formschöne Roßbergkuppe bereits ein erstes kleines Aussichtsgerüst für Vermessungszwecke. Der ehemalige, etwa 25 m hohe, eichene Holzturm im Bildvordergrund, wurde im Jahre

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